Nordrhein-Westfalen

Beirat übergibt Unterrichtserlaubnis für den islamischen Religionsunterricht an 60 Lehrkräfte

Die ersten 60 Lehrerinnen und Lehrer für den islamischen Religionsunterricht haben heute in der Merkez-Moschee in Duisburg offiziell ihre Unterrichtserlaubnis erhalten.

04.03.2013 Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Bei der feierlichen Übergabe der sogenannten Idschaza durch den Beirat für den islamischen Religionsunterricht sagte Schulministerin Sylvia Löhrmann: "Ich freue mich, dass die ersten 60 Lehrkräfte ihre Unterrichtserlaubnis durch den Beirat erhalten haben und gratuliere allen Lehrerinnen und Lehrern herzlich. Mit ihrer Unterstützung konnten wir den islamischen Religionsunterricht bereits an 33 Grundschulen in NRW einführen. Ab dem Schuljahr 2013/2014 werden wir mit dem Fach auch an den weiterführenden Schulen starten können. Schülerinnen und Schüler muslimischen Glaubens erhalten so die Möglichkeit, ihre Religion in den Schulen zu leben und sich mit ihr auseinanderzusetzen."

Das von SPD, CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN verabschiedete "Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach (7. Schulrechtsänderungsgesetz)" sieht die Einrichtung eines Beirats für den islamischen Religionsunterricht vor. Der Beirat vertritt die Anliegen und die Interessen der islamischen Organisationen bei der Einführung und der Durchführung des islamischen Religionsunterrichts. Er ist an der Erstellung der Unterrichtsvorgaben (Richtlinien, Rahmenvorgaben, Lehrpläne), an der Zulassung von Lernmitteln und an der Bevollmächtigung der Lehrerinnen und Lehrer für den islamischen Religionsunterricht beteiligt.

Die 60 Lehrerinnen und Lehrer, die heute offiziell ihre Unterrichtserlaubnis erhalten haben, hatten zunächst mit einer vorläufigen Unterrichtserlaubnis durch den Beirat gearbeitet, sodass der islamische Religionsunterricht mit Beginn des Schuljahres 2012/13 starten konnte.


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