Bereits 95 Anträge für Gemeinschaftsschulen und Regionalschulen zum kommenden Schuljahr

Der Umbau des Schulsystems in Schleswig-Holstein geht zügig voran. Für das Schuljahr 2008/09 sind im Bildungsministerium 95 Anträge auf Errichtung einer Gemeinschaftsschule oder einer Regionalschule eingegangen. "Das zeigt uns, dass die Verantwortlichen vor Ort die neue Schullandschaft aktiv mitgestalten und mit einer Entscheidung nicht bis 2010 warten wollen", sagte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave heute (5. Dezember). Nach dem neuen Schulgesetz werden die Haupt- und Realschulen bis zum Schuljahr 2010/11 in Regionalschulen umgewandelt. Die Schulträger können aber bereits vorher die Umwandlung in eine Gemeinschaftsschule oder eine Regionalschule beantragen.

06.12.2007 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Die Ministerin hob besonders die hohe Zahl der beantragten Gemeinschaftsschulen hervor: "Uns liegen 56 Anträge vor. Die neue Schulart Gemeinschaftsschule wird also sehr gut angenommen. Viele Schulträger, Schulen und Eltern sind offenbar der Meinung, dass Kinder und Jugendliche mit längerem gemeinsamen Lernen, individueller Förderung und einer hohen Durchlässigkeit innerhalb des Schulsystems die besten Bildungschancen erhalten. Sie wollen vor Ort ein Schulangebot schaffen, das alle Schulabschlüsse ermöglicht." Auch für Regionalschulen seien bereits 39 Anträge gestellt worden. Dem Wunsch von Eltern, ihre Kinder auf eine Regionalschule zu schicken, wird damit bereits ab dem kommenden Schuljahr an vielen Orten Rechnung getragen. Welche Anträge genehmigt werden, soll bis Anfang 2008 feststehen.

Erdsiek-Rave betonte, Ziel bleibe es, in den jeweiligen Kreisen ein wohnortnahes und alle Schularten umfassendes Angebot zu schaffen. Die Schulentwicklungsplanung werde zwischen Kreis und Trägern und letztlich auch mit dem Land abgestimmt. "Bei der Entscheidung sollten aber auch die Willensbildung vor Ort und die pädagogischen Konzepte der bestehenden Schulen mit ihren Entwicklungsmöglichkeiten beachtet werden."


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden