Beschäftigung mit Anne Frank hat hohen Stellenwert an bayerischen Schulen

"Anne Frank hat mit ihrem berühmten Tagebuch ein mutiges und ergreifendes Zeugnis des Widerspruchs gegen das nationalsozialistische Unrecht gegeben. Ihr Leiden steht für das Leiden zahlreicher namenlos gebliebener jüdischer Kinder und Jugendlicher während des Dritten Reiches" sagte Kultusstaatssekretär Karl Freller anlässlich des 75. Geburtstags von Anne Frank am 12. Juni 2004.

11.06.2004 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

An den Schulen in Bayern besitze die Beschäftigung mit Anne Frank einen hohen Stellenwert. Das "Tagebuch der Anne Frank" werde im Unterricht im Fach Deutsch häufig gelesen. Durch seinen authentischen Charakter und den anschaulichen Stil erlaube es gerade jugendlichen Lesern, sich mit den Gedanken und Gefühlen von Menschen auseinanderzusetzen, die unter Verfolgung und Gewalt leiden. Im Geschichtsunterricht setzten sich die Schülerinnen und Schüler immer wieder mit der Lebensgeschichte des Mädchens auseinander. Zahlreiche Schulklassen hätten auch die Internationale Anne-Frank-Wanderausstellung besucht, die im letzten Jahr in Nürnberg ihren Ausgang genommen habe. Freller hatte die Schirmherrschaft für die Ausstellung übernommen. "Am Beispiel Anne Frank kann die junge Generation das schlimme Unrecht ermessen, das die Nationalsozialisten an ihren Opfern verübten. Die Beschäftigung mit ihrer Lebensgeschichte sensibilisiert die Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise für die Notwendigkeit von Toleranz und Humanität", sagte der Staatssekretär.

Anne Frank hatte sich nach der deutschen Besetzung der Niederlande mit ihrer Familie zwei Jahre lang vor ihren Verfolgern versteckt. In den Jahren 1942 bis 1944 verfasste sie ihr Tagebuch, das inzwischen in mehr als 60 Sprachen übersetzt wurde und eines der meistgelesenen Bücher der Welt ist. Sie beschrieb darin mit großer Offenheit ihren Alltag in dieser Zeit. Nach ihrer Entdeckung im August 1944 wurde Anne Frank in das Konzentrationslager Bergen-Belsen deportiert, wo sie im März 1945 an Typhus starb.


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