bildung+ zum Thema Ganztagsschule

Die Ganztagsschule ist das vieldiskutierte Bildungsthema der letzten Jahre. Diese Entwicklung verändert gerade für Schulmöbelhersteller sehr viel. So werden inzwischen ganz neue, flexible Möbel benötigt, wie die positiven Beispiele der europäischen Nachbarn wie Schweden, Finnland oder Holland zeigen. " Bestes Beispiel dafür sind jahrgangsübergreifende Lerngruppen: Der starre Klassenverband lockert sich, Schüler unterschiedlicher Altersstufen lernen mit- und voneinander, sie erarbeiten sich ihren Stoff intensiver als bisher selbst. Da sind starre Raumausstattungen eher hinderlich. Angesichts dieser multifunktionalen Herausforderungen in den verschiedenen Räumen der Schulen haben wir neue Konzepte erarbeitet. " so Hans Schlösser vom Schulmöbler MARKO im Interview mit bildung+leben.

13.07.2005 Pressemeldung bildung+

Aus dem Interview:

bildung+: Können Sie uns ein Beispiel für so ein Konzept etwas näher erläutern?

Hans Schlösser: Besonders deutlich wird es, glaube ich, bei unserem Dreiecks-Tisch-System "flexi90". Unser Ziel war es, den oft kleinen Klassenraum optimal zu nutzen und Tische flexibel einsetzen zu können, mal als Einzel- und dann als Gruppentisch. Das alles sollte aber möglichst ohne die typischen "Außenseiter" funktionieren, die beim bisherigen Zusammenschieben der Tische entstehen. Wir wollten zudem Mobilität, d.h. Tische mit Rollen, und leichtes, aber robustes Material. Dann haben wir Dr. Wilfried Buddensiek, Pädagoge an der Universität Paderborn kennen gelernt, der eine Studie zur Gestaltung von Ganztagsschulen durchführte. Er hatte viel zum optimalen Schularbeitsplatz geforscht - und wir haben dann seine Ideen mit unserem Know-how in die Praxis umgesetzt. So wurde unser erfolgreiches Dreieck geboren, dessen Vorteile mittlerweile immer mehr Schulen überzeugt, die ihre Räume mit "flexi90" ausstatten.

bildung+: MARKO entwickelt seine innovativen Ideen und Konzepte also auch, indem es auf die Erfahrung und Fachkompetenz von Partnern vertraut?

Hans Schlösser: Produktentwicklung ist ein kreativer Prozess, in dem man sich von vielen Ideen inspirieren lässt. Auch über die einzelnen Produkte hinaus engagiert sich MARKO für moderne Lernräume - und leistet gemeinsam mit kompetenten Partnern Überzeugungsarbeit für vielversprechende Ansätze. So entsteht nach und nach ein gemeinsames Netzwerk, in dem sich viel Sachverstand rund ums Thema Schule und Raumausstattung austauscht. Darin engagieren sich auf Schulen spezialisierte Architekten genauso wie Pädagogen oder weitere Schulausstatter wie "Das flexible Klassenzimmer", ein auf moderne Tafelsysteme spezialisiertes Unternehmen. Gemeinsam mit ihnen haben wir zum Beispiel in unserem Showroom in Lüdinghausen ein modernes Klassenzimmer eingerichtet: Hier können Interessierte sehen, wie einfach das flexible Zusammenspiel von Tischen, Stühlen, Tafeln und Projektionsflächen funktionieren kann.

bildung+: Sie haben zu Beginn unseres Gespräches die altersübergreifenden Lerngruppen erwähnt. Ein neuer Stuhl von MARKO soll gerade dafür besonders gut geeignet sein. Was ist das Besondere?

Hans Schlösser: Bei unserem neuen Modell "primus" nutzen wir den positiven Effekt der gleichen Augenhöhe. Wir alle kennen die psychologischen Vorteile- und Nachteile in Gesprächen, wenn einer auf den anderen hinunter- oder aufblickt. Die Nachteile wollten wir mit unserem Stuhl vermeiden. Deshalb können auf unserem "primus" Schüler von der 1. bis zur 4. Klasse und sogar ihre Lehrer alle auf gleicher Höhe sitzen. Das ist bequem und zugleich ergonomisch, denn eine Fußraste sorgt für guten "Bodenkontakt" und der Beinwinkel stimmt. So wächst der Stuhl mit seinem Schüler einfach mit.

Das vollständige Interview ist nachzulesen in bildung+leben 1/2005. Ansichtsexemplare der aktuellen Ausgaben erhalten Sie bei:
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Im Brande 17
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