Bildungsgerecht Talente fördern

Der Ausbau der Hochbegabtenförderung durch die Einrichtung von vier weiteren Hochbegabtenklassen bedeutet für den Freistaat einen weiteren Schritt in Richtung noch mehr Bildungsgerechtigkeit.

10.11.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Förderklassen für Hochbegabte werden ab diesem Zeitpunkt auch am Gymnasium bei St. Stephan Augsburg, am Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium Bayreuth, am Comenius-Gymnasium Deggendorf und am Kepler-Gymnasium Weiden vorhanden sein. Gemeinsam mit den bisherigen Standorten am Maria-Theresia-Gymnasium München, am Deutschhaus-Gymnasium Würzburg, am Otto-von-Taube-Gymnasium Gauting und am Dürer-Gymnasium Nürnberg existieren bayernweit dann acht Schulen mit gymnasialen Hochbegabtenklassen. Da am Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium Bayreuth und am Comenius-Gymnasium Deggendorf Internatsbetreuung möglich ist, ist zudem für Schüler gesorgt, deren Wohnort nicht nahe genug an einer der Schulen liegt.

Die Förderung hochbegabter Schüler gehört zu den wichtigsten Aufgaben eines modernen Bildungssystems. Ebenso wie leistungsschwache brauchen auch leistungsstarke Schüler einen speziell für sie geeigneten Unterricht. Nur dadurch können Talente unterstützt und persönliche Erfolge gewährleistet werden. Die bestehende Begabtenförderung weiter zu entwickeln und systematisch auszubauen, ist erklärtes Ziel des Kultusministeriums. Die Einrichtung der neuen Hochbegabtenklassen ist ein entscheidender Schritt in diese Richtung.

In den Förderklassen werden Hochbegabungen ergänzend zum regulären Unterricht durch besondere Angebote gefördert. Dabei werden Kinder und Jugendliche in ihrer kognitiven, emotionalen und sozialen Entwicklung gezielt unterstützt. Unterrichtsfächer werden vertieft, zusätzliche Möglichkeiten wie weitere Fremdsprachen, Philosophie- oder Marketingkurse geschaffen. Aufgenommen werden dabei nicht nur Schüler, deren herausragende Begabung durch schulische Leistungen dokumentiert ist, sondern auch Schüler, die im Umgang mit Problemen besondere Kreativität und Originalität zeigen oder die nach den Erkenntnissen der Begabungsdiagnostik eine weit überdurchschnittliche Intelligenz vermuten lassen.

Gemeinsam mit Baden-Württemberg hat der Freistaat eine wissenschaftliche Untersuchung der Wirksamkeit seiner Hochbegabtenklassen in Auftrag gegeben. Diese wissenschaftliche Begleitung bereits bestehender Förderklassen wird detaillierte Ergebnisse liefern, die auch bei Einführung und Aufbau neuer Hochbegabtenklassen hilfreich sein werden.


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