Bildungsmedienverlage 2012: Bildungsreformen erfolgreich ins Klassenzimmer transportiert

Rund 8.000 digitale und analoge Titel haben die deutschen Bildungsmedienhersteller im letzten Jahr auf den Markt gebracht – lehrplangerecht, praxiserprobt und auf die bestmögliche Unterstützung von Lehrkräften ausgerichtet. Der Umsatz mit Bildungsmedien ging um 3,5 Prozent auf insgesamt 426 Mio. Euro zurück.

14.02.2013 Pressemeldung Verband Bildungsmedien e. V.

Insgesamt 60.000 lieferbare Produkte für rund 3.000 Lehrpläne und über 300 Ausbildungsberufe: Die deutschen Bildungsmedienhersteller haben die Schulreformen des letzten Jahres zuverlässig ins Klassenzimmer gebracht; von neuen Kernlehrplänen in NRW bis zu geänderten Kerncurricula in Hessen. Wilmar Diepgrond, Vorsitzender des Verband Bildungsmedien e.V., der die Interessen von rund 80 Bildungsmedienherstellern in Deutschland vertritt: "Unsere Aufgabe ist es, Lehrkräfte mit innovativen digitalen und analogen Medienkonzepten für unterschiedliche Lernsituationen zu unterstützen. Wir wollen ihnen die Arbeit bei der Umsetzung der Bildungsreformen in die Praxis erleichtern. Dafür muss die Politik aber ausreichende Lernmittelbudgets bereitstellen."

Rückläufiger Umsatz

Der Umsatz mit analogen und digitalen Bildungsmedien für allgemein bildende Schulen verringerte sich 2012 um vier Prozent und belief sich auf insgesamt 304 Mio. Euro. Im Bereich Berufliche Bildung erwirtschafteten die Verlage 51 Mio. Euro. Das sind drei Prozent weniger als im Vorjahr.

Hauptgrund für diese Entwicklung ist der anhaltende Rückgang der Schülerzahlen. Diese sind wegen des demographischen Wandels und der Schulzeitverkürzung durch G8 weiter gesunken. Auch Einsparungen der öffentlichen Hand bei den Lernmittelbudgets setzen die Bildungsmedienhersteller unter Druck: So kürzte zum Beispiel das Land Hessen trotz neuer Lehrpläne den Etat für Lernmittel um 15 Prozent.

In der Erwachsenenbildung machte sich die starke Nachfrage nach Kursen für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache positiv bemerkbar. Diese Effekte wurden allerdings durch Einbußen im Markt für Fremdsprachen und Selbstlernkurse wieder ausgeglichen, so dass der Gesamtumsatz mit 71 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres lag.

Mangelnde Ressourcen: Digitale Medien Die deutschen Bildungsmedienhersteller bieten seit langem ein breites Portfolio an digitalen Lern- und Lehrmitteln an. Trotz zahlreicher innovativer Produkte und der 2012 gestarteten Branchenlösung "Digitale Schulbücher" (www.digitale-schulbuecher.de) bewegte sich der Umsatz in diesem Segment weiter im marginalen Bereich. Dies ist auf die mangelnden Ressourcen für eine entsprechende Ausstattung der Schulen zurückzuführen. Zudem gibt es nach wie vor keine gesonderten Budgets für digitale Bildungsmedien.

Neue Herausforderungen"2013 bringt neue Herausforderungen für die Lehrkräfte – und damit auch für die Bildungsmedienhersteller", sagte Diepgrond. In den Verlagen werden jetzt die neuen Kerncurricula in Niedersachsen umgesetzt und die großen Bildungsplanreformen in Baden-Württemberg vorbereitet. Ab 2014 sollen neue Lehrpläne in Bayern für nahezu 70 Fächer folgen. Auch die parallele Entwicklung von G8 und G9 und die umfassende Umsetzung der Inklusion werden den Bildungsstandort Deutschland beschäftigen. "Prozesse, die die Bildungsmedienhersteller genau verfolgen, um dann rasch die passenden Produkte liefern zu können. Richtschnur sind für uns dabei die Wünsche der Lehrkräfte."

Ansprechpartner

Verband Bildungsmedien e. V.
Dr. Dagny Ladé
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Zeppelinallee 33
60325 Frankfurt am Main
Telefon: +49 69 98 66 97 6 - 14
Fax: +49 69 98 66 97 6 - 20
E-Mail: lade@bildungsmedien.de
Web: www.bildungsmedien.de


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