Schleswig-Holstein

Bildungsminister Dr. Ekkehard Klug im Landtag: "In allen Schularten wird mehr Unterricht erteilt"

"Der Bericht zeigt über alle Schularten hinweg bessere Zahlen als im Vorjahr. Wir sorgen dafür, dass mehr Unterricht erteilt wird", sagte Bildungsminister Dr. Ekkehard Klug in der heutigen (7. Oktober) Landtagsdebatte zum "Bericht zur Unterrichtssituation im Schuljahr 2010/11".

07.10.2011 Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

So sei in den vergangenen Jahren die Zahl der Lehrerstellen auf Rekordhöhe angewachsen, während sich der Schülerrückgang fortsetzte. Parallel sei die Pflichtstundenzahl für Lehrkräfte an Gymnasien und berufsbildenden Schulen auf den Bundesdurchschnitt angehoben. Minister Dr. Klug: " All das hat die Unterrichtssituation verbessert."

Auszüge aus dem Bericht:

  • Der demografische Wandel in Schleswig-Holstein vollzieht sich bereits deutlich. Im vergangenen Schuljahr wurden 400.600 Schülerinnen und Schüler an den allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen unterrichtet. Das sind 6.400 weniger als im Vorjahr 2009/10. Dabei zeigt sich, dass bei im berufsbildenden Bereich der starke Zuwachs der vergangenen Jahre gebremst ist.
  • Beim Übergang zur weiterführenden Schule ist das Bild klarer geworden, weil die Gesamtschulen zu Gemeinschaftsschulen umgewandelt wurden. Diese Schulart nahm 44,6% der Schülerinnen und Schüler auf. Auf konstant hohem Niveau folgen die Gymnasien mit 38,6%. Zu den Regionalschulen wechselten 13,5% der Schülerinnen und Schüler. Dadurch ist zu erwarten, dass die Abiturientenquote weiter anwachsen wird. Bereits jetzt gibt es eine positive Entwicklung. Derzeit erreichen fast 37% eines Jahrgangs das Abitur - gegenüber knapp 29% im Jahr 2005.
  • Die Schulklassen in Schleswig-Holstein sind meistens immer noch kleiner als im Bundesdurchschnitt. Die Durchschnittswerte liegen auch unterhalb der Bemessungsgrößen für die Lehrerzuweisung (22 für Grundschulen beziehungsweise 25 für Sekundarschule I).
  • Von den Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf besuchen erstmals mehr eine Regelschule als ein Förderzentrum. Das bestätigt erneut Schleswig-Holsteins Vorreiterrolle bei der Inklusion unter den deutschen Ländern.
  • Es werden nur noch 1,1% der Erstklässlerinnen und Erstklässler verspätet eingeschult. Die Grundschulen stellen sich stärker als bisher auf unterschiedliche Entwicklungsstände der Kinder ein.

Der Minister thematisierte auch das Thema Unterrichtsausfall. Die Quote für das Schuljahr 2010/11 liegt im Durchschnitt aller Schularten bei 2,17 Prozent (2009/10: 2,13 Prozent). Die Werte bei den Grundschulen liegen mit 0,65 am niedrigsten, die Werte für die Gymnasien liegen bei 2,97 Prozent, gefolgt von den Gemeinschaftsschulen mit 2,92 Prozent und den Regionalschulen mit 2,57 Prozent. Bildungsminister Dr. Klug: "Trotz des leichten Anstiegs über alle Schularten hinweg bleibt es insgesamt bei einem niedrigen Wert. Der ist im vergangenen Jahr auch einem harten Winter und dem dadurch bedingten witterungsbedingten Unterrichtsausfall geschuldet." Über die vergangenen Jahre betrachtet sei es gelungen, den Unterrichtsausfall deutlich zu reduzieren und in einzelnen Schularten sogar zu halbieren. Sollte Unterricht ausfallen, greife das Vertretungsmanagement der Schulen und Schulämter, die über einen Vertretungsfonds von jährlich 12,1 Millionen Euro verfügen können.

Dr. Klug: "Die Debatte über den Unterrichtsausfall versperrt den Blick darauf, was wirklich an Unterricht beim einzelnen Schüler ankommt. Diese Quote hat sich in den letzten Jahren verbessert." Trotz des Schülerrückgangs an den allgemein bildenden Schulen sei beispielsweise die Zahl der erteilten Unterrichtsstunden von 2009/10 (306.652 Schülerinnen und Schüler bei 436.778 Unterrichtsstunden) bis zum Schuljahr 2010/11 (300.936 Schülerinnen und Schüler bei 444.297 Stunden) gestiegen. "Daran weiter zu arbeiten, ist unser Ziel", betonte der Bildungsminister.


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