Bildungsminister Ekkehard Klug: Landesregierung wird an den Schulen mehr Freiräume schaffen, um neue Kräfte zu wecken

Bildungsminister Ekkehard Klug hat heute (19. November) auf dem Schulleiterkongress 2009 in Rendsburg angekündigt, an den Schulen mehr Freiräume zu schaffen, um neue Kräfte zu wecken. "Wir setzen auf mehr Eigenverantwortung der Schulen", unterstrich der Minister. So sollen die Schulen durch mehr Gestaltungsmöglichkeiten in die Lage versetzt werden, besser auf die Voraussetzungen ihrer Schülerinnen und Schüler eingehen zu können. "Beispielsweise sollen die Grundschulen künftig selbst entscheiden können, ob im 1. und 2. Jahrgang Unterricht in Jahrgangsklassen oder jahrgangsübergreifender Unterricht der geeignete Weg ist".

20.11.2009 Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Zudem soll im Rahmen eines Modellversuchs für fünfjährige Kinder an einer Reihe von Grundschulen oder Kindertageseinrichtungen ein vorschulisches Förderangebot erprobt werden. "Dieses Modellprojekt ist speziell auf Standorte in einem schwierigen sozialen Umfeld ausgerichtet und zielt darauf ab, sozial benachteiligten Kindern bessere Voraussetzungen für den erfolgreichen Schulbesuch zu ermöglichen", betonte Klug. Um darüber hinaus die Schulen von einem Übermaß an Vorschriften und Verwaltungsaufwand zu entlasten, werde unter anderem der Schul-TÜV abgeschafft.

Auch für die Gemeinschafts- und Regionalschulen werden nach Worten des Ministers die Möglichkeiten der Schulgestaltung erweitert und die bisherigen starren Vorgaben geöffnet. "Es ist unser Ziel, dass alle Kinder und Jugendlichen in der Schule ihre Begabungen und Stärken entfalten können", so Klug. Ihre Weiterentwicklung sollen die Schulen künftig mit weniger zentralen Vorgaben und mit mehr Eigenverantwortung gestalten können. An Gemeinschaftsschulen soll es zum Beispiel künftig möglich sein, in wesentlich größerem Umfang als bisher auch Formen äußerer Differenzierung einzuführen - bis hin zu abschlußbezogenen Jahrgangsklassen.


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