Bildungsminister müssen "eigene Interessen zurückstellen"
(bikl.de) Mehr gesamtstaatliche Verantwortung für die deutsche Bildung hat der amtierende Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK) Jürgen Zöllner jetzt von seinen Kollegen in den einzelnen Bundesländern gefordert. In einem Interview mit stern.de sagte der Berliner Bildungssenator, dass er als KMK-Präsident die Ansichten aller Bildungsminister-Kollegen vertrete, aber diese müssten auch "eigene Interessen zurückstellen".
27.06.2007 ArtikelDurch wenige - aber zwischen den Ländern vereinbarte - Bildungsziele könnten einheitliche Bildungsstandards erreicht werden, erklärte Zöllner. Auch will er sich für die Kompatibilität der Schulsysteme in den einzelnen Bundesländern einsetzen.
Zur aktuellen Diskussion um den Fortbestand der Hauptschule erklärte der KMK-Präsident, er halte nicht prinzipiell an der Hauptschule fest. Aber er bedaure, dass die Diskussion in der Öffentlichkeit so verkürzt werde. "Egal, in welchem System - wir brauchen ein Angebot für praxisorientierte Schüler. Ob die Schule Hauptschule heißt oder ob sie integriert wird in ein differenziertes Angebot, ist sekundär. Ich persönlich glaube: Der integrierte Ansatz wie in der Gesamtschule, ist der bessere", so Zöllner wörtlich.
Jürgen Zöllner (SPD) ist seit November 2006 Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung in Berlin. Er war zuvor – seit 1994 - Bildungsminister in Rheinland-Pfalz. Seit Januar 2007 hat er das Amt des Präsidenten der Kultusministerkonferenz (KMK) inne. Das Präsidium der KMK wird jeweils für ein Jahr gewählt.
Weiterführende Links
- stern.de-Interview: "Die Gesamtschule ist besser"
- KMK
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