Bildungsminister Tesch: IGLU ist Zeugnis für gute Arbeit von Schülern und Lehrern - noch mehr Anstrengungen für sozial benachteiligte Kinder nötig
"Die Ergebnisse der Internationalen Leseuntersuchung IGLU sind sehr erfreulich, sie bescheinigen den Kindern in den deutschen Grundschulen eine gute Lesekompetenz und damit den Lehrern eine gute Arbeit. Das heißt, die Anstrengungen zur Stärkung der Leseleistungen in den Grundschulen tragen Früchte", so die Reaktion von Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsminister Henry Tesch zur aktuellen IGLU-Studie, bei der Deutschlands Grundschulen im internationalen Vergleich Spitzenwerte erreicht haben.
28.11.2007 Mecklenburg-Vorpommern Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-VorpommernAus Mecklenburg-Vorpommern haben sich rund 500 Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen aus 25 Schulen im Land an dieser Studie beteiligt, die im Abstand von jeweils fünf Jahren durchgeführt wird. Deutschlandweit beteiligten sich daran 7.900 Schülerinnen und Schüler aus rund 400 Schulen. Sie alle wurden nach dem Zufallsprinzip für diese repräsentative Stichprobe ausgewählt.
"Diese Studie macht aber auch deutlich, dass noch mehr getan werden muss für Schülerinnen und Schüler aus sozial schwachen Schichten und für Kinder mit Migrationshintergrund. Gerade sie brauchen noch mehr Aufmerksamkeit und Hilfe, denn das Lesen ist die Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Bildungsweg." IGLU 2006 weist erhebliche Differenzen in den Leseleistungen zwischen sozial benachteiligten und sozial besser gestellten Schülern aus.
Besonders erfreulich bewertete Minister Tesch die Feststellung, dass die deutschen Schülerinnen und Schüler laut IGLU 2006 im internationalen Vergleich den meisten Spaß am Lesen haben. Im Vergleich zur Studie im Jahr 2001 zeigt sich, dass die generelle Zunahme der Lesemotivation vor allem auf die Jungen zurückzuführen ist.
Für Mecklenburg-Vorpommern habe sich die freiwillige Teilnahme der Schulen an den jährlichen VERA-Vergleichsarbeiten der vierten Klassen in den Fächern Deutsch und Mathematik ausgezahlt. "Die Ergebnisse haben wertvolle Hinweise für den Unterricht gegeben, sie sind ein wichtiges Instrument zur Feststellung von Stärken und Schwächen der Schülerinnen und Schüler, auf die die Lehrer umgehend reagieren können. Das macht sich dann auch bei internationalen Vergleichsarbeiten bemerkbar."
Mit IGLU sollen Trends in den Entwicklungen der Leseleistungen und in den Lernbedingungen festgestellt werden können. An IGLU 2006 haben weltweit 35 Staaten teilgenommen. Hinzu kommen 10 Regionen, die für Bildungsfragen weitestgehend selbst verantwortlich sind.
Die nationale Bewertung der IGLU-Ergebnisse aufgeschlüsselt nach den Leistungen in den einzelnen Bundesländern wird Anfang des Jahres 2008 veröffentlicht.
Keine Kommentare vorhanden