Schuljahresauftakt

Bildungsministerin Karin Prien zum Start des neuen Schuljahres

„Wir haben die Weichen für Schleswig-Holsteins Schulen richtig gestellt.“ Karin Prien freut sich zum Schuljahresbeginn über gute Zahlen und zukunftsweisende Konzepte.

08.08.2019 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Schleswig-Holstein
  • © Frank Peter

Mit einem Dank an Lehrerinnen und Lehrer und alle in Schule Tätigen begann Bildungsministerin Karin Prien am heutigen Donnerstag ihre Ausführungen in der Schuljahresauftakt-Pressekonferenz. „Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass wir die ausgeschriebenen Lehrerstellen im Land überwiegend werden besetzen können“, lautete eine der zentralen Botschaften der Ministerin. 
 
Bildung sei einer der Schwerpunkte der Arbeit dieser Landesregierung. „Über 28.000 Lehrerinnen und Lehrer, über 30.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Hochschulen, im UKSH oder in Forschungseinrichtungen im ganzen Land und tausende Kulturschaffende sorgen dafür, dass Schleswig-Holstein zukunftsorientiert auf Bildung setzt“, so Prien weiter. 365.000 Schülerinnen und Schüler besuchen in Schleswig-Holstein eine der 791 Schulen im Land. Für 22.400 Erstklässler beginnt in der kommenden Woche ein spannender und lehrreicher neuer Lebensabschnitt.

Insgesamt verzeichnet das Bildungsministerium rückläufige Schülerzahlen. An den Grundschulen sei jedoch schon erkennbar, dass die Schülerzahlen zukünftig wieder steigen werden. Aus der Entwicklung der Schülerzahlen ergeben sich erste Hinweise auf positive Auswirkungen der wieder eingeführten Schulartempfehlung. Als besonders hilfreich erweist sich, dass zukünftig ein Beratungsgespräch der Eltern am Gymnasium verpflichtend ist, wenn Eltern entgegen der Schulartempfehlung der Grundschule ihr Kind an einem Gymnasium anmelden möchten. Auch ist an den Gymnasien der Schulart-wechsel nach der 5. Jahrgangsstufe im Einzelfall ermöglicht worden und darüber hinaus das Wiederholen einer Jahrgangsstufe auf Beschluss der Klassenkonferenz als pädagogische Maßnahme.

Im neuen Schuljahr 2019/20 gibt es 23.345 Lehrkräftestellen an Schleswig-Holsteins Schulen. „Für 259 Stellen werden zum Stichtag 1. August noch Lehrkräfte gesucht, aber allein in den vergangenen drei Tagen haben wir 50 weitere Lehrerinnen und Lehrer eingestellt“, betonte Karin Prien. 

„Im Schuljahr 2019/20 werden trotz dieser derzeit noch rückläufigen Zahlen zur Qualitätsverbesserung des Unterrichts weitere 153 Lehrkräftestellen zusätzlich zur Verfügung stehen als in früheren Haushaltsplanungen. Wenn wir die geplanten Unterrichtsstunden zusammenrechnen, so ergibt sich eine Unterrichtsversorgung von rund 101 Prozent für alle allgemeinbildenden Schulen und rund 97 Prozent für die berufsbildenden Schulen“, erläuterte die Ministerin weiter.

Besonders im Bereich der Lehrkräftegewinnung gebe es positive Entwicklungen, betonte die Ministerin. Das beginne beim Lehramtsstudium, wo für das Wintersemester von über 2.500 Studierenden in den lehramtsbezogenen Studiengängen in Schleswig-Holstein im Vergleich zu 1.500 Studierenden im WS 2014 ausgegangen werden könne und gehe bis zum Vorbereitungsdienst, wo die Zahl der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst auf fast 2000 Personen angewachsen ist.

„Als eine der wichtigsten Neuerungen führen wir einen Regionalzuschlag ein, um Lehrerinnen und Lehrer im Vorbereitungsdienst in die derzeit weniger beliebten Regionen zu locken. Basierend auf objektiven Kriterien, wie zum Beispiel der Bewerberzahlen der vergangenen Jahre, erarbeiten wir, in welchen Landkreisen wir durch zusätzliche finanzielle Anreize zu einer Verbesserung der Situation beitragen können“, so Karin Prien.

Eine weitere innovative Idee aus Schleswig-Holstein sei das Duale Studium für das Lehramt an beruflichen Schulen, das das Land zusammen mit der Europa-Universität Flensburg ab September anbiete.

Als Beispiel für die Förderung einzelner Fächer führte die Ministerin den Musikunterricht an. „Musikalische Bildung tut Kindern gut. Gerade als Kulturministerin ist mir die Förderung der Musik an Schulen und in Schulen wichtig. Kinder lernen durch die Musik das sprichwörtliche Zusammenspiel, wie man aufeinander achtet und einander zuhört. Auch kulturgeschichtlich leistet der Musikunterricht viel“, so die Ministerin.

Für die Landesregierung sei Förderung und Unterstützung von Schulen vor allem eine Frage der maßgeschneiderten Lösungen. Das gelte insbesondere für Schulen in besonders herausfordernden Lagen. Das Bildungsministerium hatte deshalb das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik beauftragt, einen PerspektivSchul-Index zu entwickeln, um Schulen besser fördern zu können.

„Im April haben wir dann auf einer großen Tagung die ersten 20 Perspektivschulen benannt. Das sind die Schulen mit dem größten Bedarf. Sie erhalten als erste und über den längsten Zeitraum bis 2024 insgesamt 25,5 Millionen Euro. Wir werden sowohl 2020 als auch 2021 jeweils 20 weitere PerspektivSchulen benennen, die zusätzlich gefördert werden“, lobte die Ministerin und kündigte an, sich im Laufe des Schuljahres persönlich in den PerspektivSchulen einen Eindruck zu verschaffen.


Mehr zum Thema


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden