Bildungsministerin lobt hohe Fortbildungsbereitschaft von Lehrkräften

Jede der rund 40.000 Lehrkräfte landesweit hat im vergangenen Jahr rein statistisch gesehen an mindestens 1,8 Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen teilgenommen. Das zeigt die jetzige Auswertung der Veranstaltungsbilanzen für das Jahr 2005 der fünf großen pädagogischen Serviceeinrichtungen im Land - also des staatlichen Instituts für schulische Fortbildung und schulpsychologische Beratung (IFB) in Speyer, des Pädagogischen Zentrums (PZ) des Landes in Bad Kreuznach, des Landesmedienzentrums (LMZ) in Koblenz, des von der katholischen Kirche getragenen Instituts für Lehrerfort- und -weiterbildung (ILF) in Mainz sowie des von den evangelischen Kirchen eingerichteten Erziehungswissenschaftlichen Fort- und Weiterbildungsinstituts (EFWI) in Landau.

17.02.2006 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

"Allein für die 5.268 zentralen, regionalen und schulinternen Veranstaltungen dieser fünf Einrichtungen sind im vergangenen Jahr 70.426 Teilnahmen verzeichnet worden. Berücksichtigt man, dass zu diesen Fortbildungsveranstaltungen noch einmal rund 1.100 Veranstaltungen sonstiger Träger hinzugerechnet werden müssen, die nach Genehmigung durch das IFB von Hochschulen, Unternehmen, Fachverbänden, Gewerkschaften und anderen Institutionen angeboten wurden, und dass eine Vielzahl schulinterner Weiterbildungen in den rund 1.700 Schulen ohne die direkte Hilfestellung der pädagogischen Serviceeinrichtungen umgesetzt wurde, kann mit Fug und Recht davon ausgegangen werden, dass 2005 rechnerisch jede Lehrerin und jeder Lehrer im Land an etwa zwei Fortbildungsmaßnahmen teilgenommen hat", unterstrich Bildungsministerin Doris Ahnen.

Thematisch seien die Bereiche "Unterrichtsentwicklung und Unterrichtsqualität" sowie "Erziehung und Unterricht" besonders gefragt, stellte die Ministerin fest. Diese beiden Themenblöcke bestimmten zum Beispiel beim IFB zwischen 68 Prozent (bei regionalen Veranstaltungen) und 80 Prozent (bei schulinternen Veranstaltungen) aller Fortbildungsmaßnahmen. "Dies belegt deutlich, dass für die Schulen im Zentrum ihrer Fortbildungsplanung die Qualitätssicherung und Qualitätssteigerung mit einem besonderen Fokus auf den Unterricht steht, und dass die Qualitätsentwicklung engagiert angegangen wird", sagte Doris Ahnen.

Die pädagogischen Serviceeinrichtungen hätten das zunehmende Interesse mit einer Weiterentwicklung der eigenen Fortbildungskonzepte sehr gefördert, lobte die Bildungsministerin. So sei das Angebot bei den schulinternen und regionalen Weiterbildungsmaßnahmen stark erweitert worden und mache bei einzelnen pädagogischen Serviceeinrichtungen und Themenblöcken mittlerweile mehr als 70 Prozent des Gesamtangebots aus. Modularisierte und regionalisierte Angebote ermöglichten es den Serviceeinrichtungen in besonderer Weise, nachfrageorientiert auf den konkreten Bedarf in den einzelnen Schulen einzugehen. Bei der Durchführung von Studientagen werde beispielsweise im Dialog mit den Schulen der individuelle Fortbildungsbedarf ermittelt und durch entsprechende Unterstützung bei der Durchführung der Studientage dieser Bedarf dann auch passgenauer abgedeckt. Hinzukomme, dass in den zentralen Veranstaltungen mittlerweile verstärkt Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ausgebildet würden, die dann ihre neu erworbenen Kenntnisse in die Schulen tragen, und dass neue Wege der Weiterbildung - beispielsweise die Vermittlung über Online-Pakete - ausgebaut worden seien.

Bildungsministerin Ahnen betonte: "Diese Zahlen und Trends stellen zum einen unter Beweis, dass die Lehrerschaft im Land ein sehr hohes Interesse daran hat, die eigenen Kenntnisse und die eigenen Fähigkeiten zu erweitern. Sie zeigen zum anderen aber auch, dass das Angebot zur Fortbildung ständig ausgebaut und weiterentwickelt wird." Die Fortbildungsbereitschaft habe dabei in der jüngeren Vergangenheit deutlich zugenommen. Noch vor wenigen Jahren sei auf jede Lehrkraft rechnerisch eine Teilnahme pro Jahr entfallen. Doris Ahnen ergänzte: "Erwähnenswert ist aber sicherlich auch, dass zwei Drittel der Angebote, die die Lehrkräfte 2005 wahrgenommen haben, in der unterrichtsfreien Zeit - also in den Ferien, an Wochenenden und an Nachmittagen - stattfanden."


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