Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave im Landtag: Perspektiven neuer Gemeinschaftsschulen und Regionalschulen werden eingehend geprüft

Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave hat betont, dass neue Gemeinschafts- und Regionalschulen erst nach einer eingehenden Prüfung der Anmeldezahlen zum kommenden Schuljahr an den Start gehen können. "Gerade in Zeiten knapper Ressourcen müssen wir sehr darauf achten, dass diese dort eingesetzt werden, wo es Perspektiven gibt und wo die neue Schule auf Akzeptanz in der Bevölkerung bauen kann", sagte sie heute (24. April) im Landtag. "Bei den meisten der beantragten neuen Schulen ist das der Fall und diese werden auch wie geplant zum nächsten Schuljahr starten." Es gebe aber auch Schulen mit zu wenigen Anmeldungen für die fünfte Jahrgangsstufe, die deshalb nicht genehmigt werden könnten. Endgültige Zahlen könne sie aber erst am kommenden Montag (28. April) der Öffentlichkeit vorlegen.

25.04.2008 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Die Ministerin wies darauf hin, dass es angesichts der demographischen Entwicklung keine Bestandsgarantie für Schulen geben könne. "Hält man sich vor Augen, dass die Schülerzahlen in den kommenden 15 Jahren um über 20 Prozent zurückgehen werden, dann ist jedem klar, dass das nicht einfach spurlos an den Schulstandorten im Land vorübergehen kann. Das ist also keine Folge des Schulgesetzes, sondern Folge des Geburtenrückgangs."

Gerade angesichts der freien Schulwahl sei eine wichtige Voraussetzung für eine langfristig erfolgreiche Arbeit der neuen Schularten, dass sie in der Region anerkannt und nachgefragt seien. "Deshalb schauen wir genau hin, wie die Situation an den beantragten Standorten ist", so Erdsiek-Rave. Manchen werde es zwar weh tun, wenn die geplante Schule nicht zustande komme. Insgesamt werde die Arbeit in den Schulen durch die Entscheidungsprozesse vor Ort, die Profilierung der Schulen und die Berücksichtigung des Elternwillens aber gestärkt.


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