Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave im Landtag: Schleswig-Holstein hat Fördermöglichkeiten für hochbegabte Kinder deutlich ausgebaut

In Schleswig-Holstein werden auch Kinder mit besonderen Begabungen individuell gefördert. "Jede Begabung ist wertvoll - für den einzelnen und für die Gesellschaft. Deshalb ist es wichtig, solche Potenziale frühzeitig zu erkennen und zu fördern", sagte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave heute (24. April) im Landtag. Deshalb sei die Förderung jedes einzelnen Schülers und jeder einzelnen Schülerin als durchgängiges Unterrichtsprinzip im neuen Schulgesetz verankert worden. Diese integrative Förderung beziehe sich eben nicht nur auf schwächere Schülerinnen und Schüler, sondern auch auf besonders begabte Kinder. In den vergangenen Jahren seien auch die Fördermöglichkeiten für hochbegabte Kinder deutlich ausgebaut worden.

24.04.2008 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Es gebe eine Reihe von Möglichkeiten, diesen Kindern gerecht zu werden, zum Beispiel die vorzeitige Einschulung, die Teilnahme am Unterricht höherer Jahrgangsstufen, die Arbeit mit Lernplänen, die eigenständige Arbeit an schulisch betreuten Projekten außerhalb der Klasse während der Unterrichtszeit, die Teilnahme an Wochenend- und Ferienkursen des Enrichment-Programms, das derzeit flächendeckend ausgebaut wird oder auch das "Frühstudium" während der Schulzeit.

"Darüber hinaus veranstalten oder fördern wir regionale Schülerakademien, die JuniorAkademie St. Peter-Ording in den Sommerferien oder zum Beispiel auch die START-Schülerstipendien für begabte Kinder mit Migrationshintergrund", so Erdsiek-Rave. Das Thema Begabtenförderung spiele auch in der Lehreraus- und fortbildung eine wichtige Rolle, vor allem, um die Diagnosefähigkeit der Lehrkräfte zu stärken. Lehrerinnen und Lehrer wie auch Eltern besonders begabter Kinder können sich außerdem in den schulpsychologischen Beratungsstellen, bei Beratungslehrkräften oder auch an der Beratungsstelle für Motivations- und Intelligenzdiagnostik (MIND) an der Universität in Kiel beraten lassen. Insgesamt bringe das Land mehr als 200.000 Euro jährlich für die Unterstützung besonders begabter Kinder auf. Sponsoren unterstützen zudem in erheblichem Umfang die Schülerstipendien und die Schülerakademien.

Die Ministerin wies noch einmal darauf hin, dass es für die Erfassung von hochbegabten Kindern keine allgemein anerkannten Definitionen oder Tests gebe. Deshalb gebe es auch keine verlässlichen Zahlen darüber - weder auf Landes- noch auf Bundesebene.


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