Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave im Landtag: Verkürzung der Schulzeit bis zum Abitur ist in Schleswig-Holstein gut vorbereitet

"Wir haben in Schleswig-Holstein den Einstieg in das achtjährige Gymnasium mit der Erprobung an Modellschulen sorgfältig vorbereitet." In ihrem Bericht vor dem Landtag stellte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave heute (28. Mai) fest, dass sich nun als Vorteil erweise, was früher oft als "hinterwäldlerisch" bezeichnet wurde, nämlich, dass man sich Zeit genommen habe.

29.05.2008 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Es sei wichtig gewesen, so die Ministerin weiter, vor der flächendeckenden Einführung an den Gymnasien mit dem neuen Schulgesetz und begleitenden Verordnungen den nötigen Rahmen zu schaffen, wobei die organisatorischen Vorgaben auf das Notwendigste beschränkt worden seien. "So haben die Schulkonferenzen ausreichend Gestaltungsspielräume für die Umsetzung", sagte Erdsiek-Rave.

Sie verwies außerdem darauf, dass Schleswig-Holstein sich immer an einem Stundensoll von 265 Wochenstunden (5. Jahrgangsstufe bis Abitur) orientiert habe und dabei jüngst auch von der Kultusministerkonferenz (KMK) bestätigt worden sei. Nach einem neuen KMK-Beschluss könnten nun davon noch fünf Wochenstunden für Wahlpflicht- oder Förderunterricht genutzt werden. Die Ministerin kündigte an, eine weitere Flexibilisierung bei der Anzahl der Klassenarbeiten zu prüfen. Für die Lehrkräfte gebe es ein breites Fortbildungsangebot und zum neuen Schuljahr erhielten alle Gymnasien eine Handreichung zum Umgang mit den vorhandenen Lehrplänen.

"Unsere Gymnasien sind gerüstet", sagte die Ministerin. Dies gelte auch für die Möglichkeiten, die Kinder mit Mahlzeiten zu versorgen. Die jüngste Umfrage habe ergeben, dass bereits 90 Prozent der Schulen ein Mittagsangebot vorhalten.


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