Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave: Veränderungen der Schule sind Voraussetzung für eine bessere Bildungsqualität
Auf der Schulleiterverbandstagung erläuterte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave heute (27. Oktober) die wichtigsten Vorhaben im Schulbereich. Im Mittelpunkt stehe dabei einerseits die Qualitätskontrolle und zum anderen die Novellierung des Schulgesetzes mit dem Ziel "ein neues, zeitgemäßes, besseres Fundament für Schule, für schulisches Lernen in Schleswig-Holstein" zu schaffen.
28.10.2005 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und GleichstellungBeim Thema Qualitätskontrolle hat Schleswig-Holstein nach Ansicht der Ministerin große Fortschritte gemacht. "Wir haben in diesen Tagen den EVIT-Landesbericht vorgelegt. Er ist bundesweit einmalig und er gibt uns eine neuartige, umfassende und objektive Rückmeldung über Schule." Die Ergebnisse des Berichtes seien sehr ermutigend, sie zeigten aber auch deutlich, wo noch Veränderungsbedarf besteht.
"Verbesserungsbedarf gibt es auf allen Ebenen, bei allen Beteiligten, unter anderem beim individuellen Fördern und Fordern, beim binnendifferenzierten Unterricht oder auch bei der Arbeit im Team und bei der Einbindung der Schüler- und der Elternschaft." Die Ministerin forderte zum offensiven Umgang auf mit den Erkenntnissen aus EVIT, sprach sich aber entschieden gegen ein Schulranking aus: "Wettbewerb ist richtig und wichtig, aber aus einem Messwert allein eine Rangfolge abzuleiten, das wäre das falsche Signal."
"An den Schulen ist viel in Bewegung", sagte sie weiter. Mehr als je zuvor stehe der einzelne Schüler, die einzelne Schülerin im Focus, das neue Verständnis von Schule richte sich an den Kindern und Jugendlichen aus und nicht mehr nur am System Schule. "Diesen Wandel führen wir unter anderem in unseren Eckpunkten zur Modernisierung der Schulentwicklungsplanung und zum Schullastenausgleich fort." Mit dem neuen Modell werden, so die Ministerin, die Entscheidungsfreiheiten der Kommunen gestärkt, mehr wirtschaftliche Freiräume geschaffen und die Verwaltungskosten gesenkt. "Diese Neuerungen stellen für Schulträger und Schulleitungen gleichermaßen eine große Herausforderung dar. Sie sind aber notwendig, damit wir mehr Bildungsqualität und mehr Bildungserfolg erreichen", meinte Ute Erdsiek-Rave.
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