Schleswig-Holstein

Bildungsministerin Wende im Landtag: Es gibt keinen Bedarf zum G9-Gymnasium zurückzukehren

Es gibt in Schleswig-Holstein keinen Bedarf zum G9-Gymnasium zurückzukehren." Mit diesen Worten lehnte Bildungsministerin Prof. Dr. Waltraud ´Wara` Wende heute (20. März) im Landtag einen entsprechenden Antrag zur Änderung des Schulgesetzes ab.

20.03.2014 Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

"Zentrales Ziel der Landesregierung sei es vielmehr, Ruhe in die Schulen zu bringen, ihnen eine verlässliche Perspektive zum Arbeiten zu geben und vor allem die Qualität des Unterrichts wieder in den Mittelpunkt zu rücken. Das gerade im Januar verabschiedete neue Schulgesetz biete dafür die beste Grundlage.

Wende betonte: "Die Gymnasien jetzt wieder vor die Wahl zu stellen, würde erneute Verunsicherung bedeuten, Lehrkräfte und Schulen belasten und Energien verschleißen, die sinnvollerweise in die Unterrichtsentwicklung investiert werden sollten." Dass die von der Vorgängerregierung eröffnete Wahlfreiheit letztlich nur von 15 Gymnasien genutzt worden sei, beweise anschaulich, dass die Schulen der ständigen Reformen offensichtlich überdrüssig sind. "Auch der Initiative ´G9 jetzt!` ist es in einem Jahr nicht gelungen, die notwendigen Unterschriften für einen Volksentscheid zu sammeln und Landeselternbeirat und Landesschülervertretung haben unisono zurückgemeldet, dass die Rückkehr zum neunjährigen Bildungsgang an Gymnasien nicht gewünscht wird."

Ein gut umgesetztes G8 überfordere Schülerinnen und Schüler nicht und lasse ausreichend Freiraum für Freizeitaktivitäten, so die Ministerin und verwies auf die Ergebnisse einer entsprechenden Umfrage. Im Übrigen hätten Schülerinnen und Schüler in Schleswig-Holstein sowieso die Wahl zwischen G8 und G9: "Wir haben künftig mindestens 40 Gemeinschaftsschulen mit eigenen Oberstufen und 28 berufliche Gymnasien, die den neunjährigen Bildungsgang anbieten."


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