Bildungsministerium und Bertelsmann-Stiftung unterzeichneten Kooperationsvereinbarung für Projekt zur schulischen Qualitätsentwicklung

Bildungsminister Holger Rupprecht hat jetzt mit der Bertelsmann-Stiftung eine Kooperationsvereinbarung unterschrieben, bei der es darum geht, das strategische Projekt "Unterstützung der Schulen bei der Selbstevaluation" weiter auszubauen.

27.12.2005 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Ziel des Projekts, das im Herbst 2004 mit dem Aufruf an Schulen zur Beteiligung startete und das bis Ende 2008 laufen wird, ist es, dass Schulen durch eine Analyse der Information aller am Schulprozess Beteiligten Rückmeldungen in zentralen Bereichen zur Steigerung der Qualität erhalten. Insgesamt 55 Schulen im Land Brandenburg hatten ihre Teilnahme angemeldet, im Mai und Juni 2005 wurden an diesen die Befragungen durchgeführt. Zu den Bedingungen für eine Teilnahme gehörte auch die Bereitschaft der Schulen, rund 300 Euro Lizenz- und Durchführungsgebühren zu tragen.

"Die Bertelsmann-Stiftung hat im Bereich innovative Schulreformansätze einen ausgezeichneten Ruf. Deshalb freue ich mich, mit der Kooperationsvereinbarung einen wichtigen und starken Partner beim Ausbau der Qualität im brandenburgischen Bildungssystem an unserer Seite zu wissen", sagt Bildungsminister Holger Rupprecht. "Das Instrument ist international getestet worden und ergänzt die von uns aufgebauten Maßnahmen der Qualitätsverbesserungen wie beispielswei-se die Schulvisitationsteams."

Das Projekt setzt an dem Punkt an, dass eine Selbstevaluation von Schule grundsätzlich eine Erfassung von wichtigen schulischen Bereichen und verschiedenen Sichtweisen ermöglichen muss. Aus diesem Grund wird beim Einsatz des soge-nannten INIS-Instruments Wert auf den Einbezug aller am Schulprozess beteiligter Gruppen gelegt, also Schüler, Lehrer und Eltern. Fünf zentrale Qualitätsbereiche werden untersucht:

  • Erfüllung des Bildungs- und Erziehungsauftrags
  • Lehren und Lernen
  • Führung und Management
  • Schulklima und -kultur
  • Zufriedenheit von Schülern, Eltern und Lehrkräften

Auf Grundlage der systematischen Gegenüberstellung der Daten in einem sogenannten "Schulbericht" kann jede Schule eine Bestandsaufnahme vornehmen und eine planvolle und effektive Schulentwicklung in Gang zu setzen. Im Frühjahr 2006 sollen die Schulen in sogenannten Praxisforen mit dem weiteren Umgang der Ergebnisse im Hinblick auf die Verbesserung der Schulqualität Anregungen erhalten.

Die Berichte stehen ausschließlich den Schulen zur Verfügung, die Schule kann sie allerdings auf eigenen Wunsch auch an Außenstehende weitergeben. Die Schulberichte können zudem im Einvernehmen mit den Schulen der externen Evaluation durch die Schulvisitationsteams Brandenburg zur Verfügung gestellt werden. Die internationale Vernetzung des Instruments sowie die gezielte Abstimmung auf schulische Bereiche ermöglichen den Einstieg in eine langfristige systematische Schulentwicklung.


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