Bayern

Bildungsministerium und Gymnasien arbeiten an verstärkter individueller Förderung

Der Ausbau der individuellen Förderung und die Einführung einer stärker individuellen Lernzeit für die Schülerinnen und Schüler stehen im Mittelpunkt der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Bayerischen Gymnasiums. Zu diesem Ergebnis führten Gespräche von Vertretern der Lehrer-, Eltern- und Schülerschaft sowie der Direktoren mit dem Kultusministerium im Jahr 2012.

22.01.2014 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Grundüberlegung der Teilnehmer des Runden Tisches war dabei: Nur ein differenziertes Bildungsangebot am Gymnasium kann den unterschiedlichen Bedürfnissen der immer heterogeneren Schülerschaft am Gymnasium gerecht werden. Die drei wichtigsten Ergebnisse waren: Verstärkte individuelle Förderung, Sicherung des Unterrichts und die Reduzierung des Lehrplans in 11 von 25 Fächern. Auch der massive Ausbau der gebundenen Ganztagsklassen spielt im Rahmen der Weiterentwicklung des Gymnasiums eine wichtige Rolle.

Um den Ansatz der individuellen Förderung praxisgerecht umzusetzen, hat im vergangenen Schuljahr ein Dutzend Gymnasien entsprechende Modelle bis hin zu einem Flexibilisierungsjahr erprobt. Ihre Ergebnisse wurden allen Gymnasien zur Verfügung gestellt. Auf dieser Grundlage haben alle Gymnasien zum aktuellen Schuljahr ein Konzept erstellt, wie vor Ort ihre Schülerinnen und Schüler optimal begleitet werden können. Das Kultusministerium stellt dafür zusätzliche Lehrer bereit und zwar je nach Schulgröße im Umfang von durchschnittlich eineinhalb Lehrerstellen pro Schule. Dies schließt auch den Aufbau einer integrierten Lehrerreserve an jedem Gymnasium mit ein. Diese soll im kommenden Schuljahr im geplanten Umfang an allen Schulen bereitstehen, um den Unterricht vor Ort noch zuverlässiger sicherstellen zu können.

Die Weiterentwicklung des Gymnasiums ist eingebettet in einen intensiven Dialogprozess und ein Monitoring, um auf die Bedürfnisse der Schulfamilien eingehen zu können. Das Gymnasium ist eine hoch anerkannte Schulart bei Eltern, Lehrkräften und Schülern. Das belegt nicht allein die Übertrittsquote, die sich auf einem hohen Niveau von 40 Prozent eingependelt hat.


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