Bildungsministerium weist Kritik zurück:
"Von Geschichtsvergessenheit kann keine Rede sein", kommentiert heute (29.3.2010) der Staatssekretär im Bildungsministerium, Stephan Körner, die Pressemitteilung des saarländischen Philologenverbandes vom Wochenende.
29.03.2010 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland"Die neue G8 Stundentafel sieht für das Fach Geschichte insgesamt 10 Wochenstunden Unterricht vor, das ist eine mehr als nach der alten Stundentafel", sagte Körner angesichts der Befürchtungen des Saarländischen Philologenverbandes. Von daher sei die Kritik des Philologenverbandes vorschnell und zeuge von wenig Sachkenntnis. "Auf Wunsch der Historiker hatte man bei der Überarbeitung der Stundentafel für das Fach Geschichte die Lücke in der Jahrgangsstufe 9 geschlossen und dort ebenfalls 2 Stunden angesetzt. Durch die neue Stundenverteilung ist es nun möglich", so der Staatssekretär weiter, "Unterrichtsinhalte die früher erst in Klassenstufe 10 behandelt werden konnten, wie beispielsweise die NS-Zeit oder den Holocaust, bereits in Klassenstufe neun zu behandeln."
Im Übrigen sei es der allgemeine Wunsch gewesen, so Körner, die Stundentafel des G 8 zu entschlacken. Vor diesem Hintergrund sei es kaum vermeidbar gewesen, in Klassenstufe 10 aus insgesamt fünf Fächern (Biologie, Chemie, Physik, Erdkunde und Geschichte) ein Fach abwählbar zu machen. Dies sei auch zur Reduzierung der Belastungssituation in G 8 sinnvoll. Gerade das wichtige Fach Geschichte profitiere aber unter dem Strich.
Auch die wenigen Schüler, die Geschichte in Klassenstufe 10 abwählen werden, werden bis einschließlich Klassenstufe 9 ausreichend Geschichtskenntnisse haben. Die ganz überwiegende Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler werde sogar mehr Geschichtsunterricht haben als zuvor.
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