Bildungsministerium zur heutigen CDU-Forderung: Ebling: Vielfältiges Angebot für die Erziehung zu mündigen Konsumenten

"Fragen wie die Grundlagen einer gesunden Ernährung, der sparsame Umgang mit Geld oder der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen wie Wasser, Strom oder Benzin sind nicht nur in den Lehrplänen der Schulen verankert, sondern spielen auch in zahlreichen Projekten in allen Schularten und in Zusatzangeboten der Ganztagsschulen bereits seit längerem eine wichtige Rolle." Das hielt der Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Michael Ebling, in Reaktion auf heutige Forderung der CDU-Landtagsfraktion nach einem Fach "Haushaltsmanagement" in den Schulen fest.

16.07.2008 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

"Jede Unterstützung bei der Verbreitung dieser Themen ist zwar willkommen. Wer – wie die CDU – allerdings immer wieder ohne Nennung konkreter Inhalte von einer angeblich notwendigen ,Lehrplanentrümpelung´ spricht und zugleich die Forderung nach einem neuen Fach oder neuen Modulen erhebt, kann nicht als seriös eingestuft werden", so Ebling. Gerade die fächerübergreifende Behandlung wichtiger Themenkreise biete die Chance, unterschiedliche Aspekte eines Themas aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten. Aus didaktischer Sicht mache es großen Sinn, nicht gleich zu jedem anerkannt wichtigen Sachverhalt ein eigenes Fach zu fordern.

Bereits in Grundschulen würden auf altersgerechte Weise das Konsumverhalten, das Spannungsfeld von Wünschen und echten Bedürfnissen, der Umgang mit Geld, die Auswirkungen menschlichen Handelns auf die Umwelt sowie Grundlagen der Gesundheitserziehung oder das Prinzip der Arbeitsteilung in Schule, Arbeitswelt und Familie in verschiedenen Fächern – vor allem im Sachunterricht – thematisiert, hielt Ebling fest. In der Sekundarstufe I werde dieses Wissen unter anderem auf der Basis der "Richtlinien zur ökonomischen Bildung" aber auch durch Vorgaben in dem Lehrplan für Sozialkunde, Erdkunde und Geschichte weiter vertieft. Im Hauptschulbildungsgang enthalte zudem der Lehrplan für das Fach Arbeitslehre eine umfangreiche Einführung in Arbeitsaufgaben des privaten Haushalts sowie in das "Wirtschaften und Verwalten" allgemein. Im Realschulbildungsgang werde im Wahlpflichtfach "Familienhauswesen" in den Klassen 7 und 8 ein besonderer Schwerpunkt für Themen des privaten Haushaltens gebildet.

"Über diese Inhalte des regulären Unterrichts hinaus gibt es in den Schulen eine ganze Reihe von Projekten beispielsweise zu Kostenfallen bei Handys und bei Internet-Angeboten (mit der Verbraucherzentrale oder dem Landesmedienzentrum), zur Gesundheitserziehung (unter anderem mit der Landeszentrale für Gesundheitsförderung) oder zur Umwelt- und Nachhaltigkeitserziehung. "In den mittlerweile mehr als 450 Ganztagsschulen gibt es zudem sehr viele Projekte, die den Themenkreis abdecken. Wie die Angebote des Landfrauenverbands, um nur ein Beispiel zu nennen", sagte Ebling abschließend.


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