Bildungssenatorin zum Schuljahr 2007/2008: "Konzepte ´Lebenswerte Stadt´ und ´Selbstverantwortete Schule´ zeigen positive Wirkung"

Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig sagt zum beginnenden Schuljahr 2007 / 2008: "Ich wünsche unseren rund 13300 Erstklässlern an staatlichen Grund- und Sonderschulen, den rund 1800 an privaten Grundschulen, den rund 6300 Vorschülern sowie den über 400 neuen Lehrkräften alles Gute zum Beginn ihrer Schulzeit.

22.08.2007 Hamburg Pressemeldung Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB)

Das neue Schuljahr zeigt schon zu Beginn, dass die Senatskonzepte ´Lebenswerte Stadt´ und ´Selbstverantwortete Schule´ für eine positive Entwicklung in unseren Hamburger Schulen sorgen: Fast 4000 Erstklässler starten mit durchschnittlich nur 19 Kindern pro Klasse in ihre Schulkarriere – damit hat Hamburg in fast jeder dritten Grundschule eine bundesweit herausragend kleine Klassengröße. Auch in den sozial weniger belasteten Stadtteilen sinkt die Klassengröße auf durchschnittlich 25 Schüler. Das Konzept der ´Selbstverantworteten Schule´ wird von uns konsequent weiterentwickelt und in den Schulen sehr gut angenommen: Über 80 Prozent der neuen Lehrkräfte an Hamburgs Schulen in diesem Schuljahr sind erstmals direkt von den Schulen ausgewählt worden, über 90 Prozent der Schulen haben diese Neuerung genutzt. Grundlage ist das im Frühjahr eingeführte System der elektronischen Direktbewerbung. Größere Etathoheit kann durch Schulleitungen nun auch genutzt werden, um durch kurzfristige Verpflichtung von Vertretungskräften den ohnehin sinkenden Unterrichtsausfall weiter zu minimieren. Eine deutschlandweit einzigartige Qualifizierungskampagne wird die Schulleitungen ab dem Herbst intensiv für ihre erweiterten Aufgaben fortbilden.

Die Vorbereitungen für die Etablierung der Stadtteilschule ab dem Schuljahr 2009/2010 laufen zügig an: Eine Arbeitsgruppe sammelt alle relevanten Daten der weiterführenden Schulen neben den Gymnasien, um bis zum Frühjahr eine genaue Auflistung vorlegen zu können. Währenddessen erlebe ich bei meinen häufigen Schulbesuchen, dass sich viele Haupt-, Real, und Gesamtschulen schon auf den Weg machen, um in ihrer Region die verstärkte Kooperation und mittelfristige Verschmelzung anzugehen. Zur Anmelderunde im Herbst 2008 werden sich den Eltern die neuen Stadtteilschulen präsentieren können."

Das Schuljahr 2007 / 2008 in Zahlen :

  • 221.400 Schülerinnen und Schüler (- 0,6% gegenüber dem Vorjahr) werden zum Schuljahresbeginn an Hamburgs staatlichen Schulen lernen, davon 58.300 (+0,9) an beruflichen Schulen.
  • 19300 Schülerinnen und Schüler (+1,1%) besuchen darüber hinaus eine nicht staatliche Schule.
  • 13.300 Erstklässler werden am Montag, dem 27. August, in staatlichen Grund- und Sonderschulenschulen eingeschult (+/-0%).
  • Im neuen Schuljahr gibt es 398 staatliche und 61 nicht staatliche Schulen.
  • 15207 Lehrkräfte unterrichten zu Beginn dieses Schuljahres, davon 413 neu eingestellte.
  • Zum neuen Schuljahr werden 307 Vorschulklassen mit 6300 Schülerinnen und Schülern eingerichtet (+18,9 %).

Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig: "Die deutlich Zunahme der Zahl der Vorschüler - in sozial belasteten Stadteilen sogar mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr - freut mich besonders. Sie dokumentiert, dass die 4 1/2jährigen Untersuchung und der erstmals in diesem Jahr greifende kostenlose, verpflichtende Vorschulbesuch für alle besonders Förderbedürftigen gute Wirkung zeigt. Damit werden wir besonders die Sprachkenntnisse des nächsten Erstklässler-Jahrgangs deutlich heben können." Kommission entwickelt Lehrerarbeitszeitmodell weiter Das 2003 eingeführte Lehrerarbeitszeitmodell (LAZM) wurde 2005 durch die Firma Mummert Consulting evaluiert. In ihrem Bericht haben die Evaluatoren eine Reihe von Vorschlägen zum weiteren Umgang und zur Weiterentwicklung des Modells gemacht. Zur Prüfung der Vorschläge hat die Bildungssenatorin eine unabhängige Kommission berufen.

Als Vorsitzende der Kommission konnte die ehemalige Kultusministerin von Nordrhein-Westfalen, Gabriele Behler gewonnen werden. Die weiteren Mitglieder der Kommission sind em. Prof. Dr. Uwe Schaarschmidt (Universität Potsdam), Prof. Dr. Kerstin Schneider (Universität Wuppertal), Hans-Joachim Wagner (Leiter Schule Bramfelder Dorfplatz), Dr. Dirk Hagener (ehem. Leiter Gesamtschule Bergedorf), Dr. Uwe Martens (ehem. Direktor Rechnungshof), Dr. Volker Bonorden (Leiter Personalamt). Be3 ratendes Mitglied ist Detlef Fickermann (Leiter Abteilung Strategische Aufgaben des Bildungswesens in der Bildungsbehörde).

Wesentliche Aufgaben der Kommission sind

  • die Überprüfung der Annahmen, Festlegungen, Regelungen und Rahmenbedingungen des LAZM,
  • die Identifikation der Mehr- und Minderbelastungen vor dem Hintergrund veränderter und sich verändernder Aufgaben der Lehrerinnen und Lehrer sowie
  • die Erarbeitung von Vorschlägen zu einer Anpassung und für eine Flexibilisierung des Modells.

Es ist vorgesehen, dass die Kommission im Laufe ihrer Arbeit sowohl den Gesamtpersonalrat, Schulleiterinnen und Schulleitern, Schulpersonalräte sowie auch Verbände und Gewerkschaften anhören wird. Die Kommission nimmt zum 1. September 2007 ihre Arbeit auf und soll ihren Bericht im März 2008 vorlegen.

Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig: "Das Lehrerarbeitszeitmodell hat sich im Grundsatz bewährt. Mit ihm ist es gelungen, die Arbeitszeit der Lehrerinnen und Lehrer gleichmäßiger zu verteilen als es mit einem Pflichtstundenmodell möglich wäre. Es ist jedoch erforderlich, von Zeit zu Zeit zu prüfen, ob das Modell den geänderten Aufgaben von Schule bzw. von Lehrerinnen und Lehrern noch genügt. Von den Ergebnissen und Vorschlägen der Kommission erwarte ich fruchtbare Impulse für die Weiterentwicklung des Schulsystems in Hamburg."


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden