"Bildungsstreik in Bayern unangebracht!"
Die bundesweiten Bildungsstreiks, die für diese Woche angekündigt sind, rufen beim Bayerischen Realschullehrerverband harsche Kritik hervor.
16.06.2009 Pressemeldung Verband Reale BildungSchüler und Lehrkräfte werden fälschlicherweise aufgerufen, für bessere Bildung auf die Straße zu gehen, jedoch zeigen die Aufrufe der Verantwortlichen dieses Streiks, dass bestimmte Missstände an den Schulen in einigen Bundesländern nur Vorwand für eine Unterwanderung des gegliederten und auf Leistung ausgerichteten Schulwesens sind.
"Ich appelliere inständig an die Kolleginnen und Kollegen an den Schulen, sich nicht blenden zu lassen und diese bildungspolitisch links orientierte Augenwischerei nicht zu unterstützen!", sagt Anton Huber, Vorsitzender des brlv. Des Weiteren merkt Huber an, dass man die berechtigte Kritik in zahlreichen Bundesländern besser auf die dort aus ideologischen Gründen durchgeführten Reformen hin zur Einheitsschule richten sollte. In Bayern habe man andere Möglichkeiten für bessere Bildung einzutreten als Kinder und Jugendliche auf die Straße zu schicken. "Am verwerflichsten an diesem Vorgehen ist der Versuch der politisch Linken wieder einmal unsere Schüler zu instrumentalisieren und sie für ihren verdeckten Klassenkampf zu missbrauchen!", so der Vorsitzende weiter.
Es sei nicht von der Hand zu weisen, sagt Huber abschließend, dass Bayern dringend kleinere Klassen und mehr pädagogisches Betreuungspersonal braucht, aber dafür müssten die Erwachsene eintreten und nicht die Kinder.
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