BLLV begrüßt Ausweitung der Sprachförderung

Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), Klaus Wenzel, hat den heute von Ministerpräsident Günther Beckstein angekündigten Ausbau der Sprachförderung für Kinder mit Migrationshintergrund ausdrücklich begrüßt. Auch die von der CSU-Landtagsfraktion initiierte Aufstockung der Schulsozialarbeit stößt auf Zustimmung des BLLV. "Beides sind Signale für eine Neuorientierung der Politik, die offensichtlich erkannt hat, dass sich Investitionen in die Prävention lohnen. Die Vorkurse werden zur einen Hälfte von Erzieherinnen, zur anderen Hälfte von Grundschullehrern/innen durchgeführt. Für diese zusätzliche Aufgabe muss aber auch entsprechendes qualifiziertes Personal zur Verfügung gestellt werden", mahnte Wenzel an. Erzieherinnen und Grundschullehrer/innen brauchen vor allem ausreichend Zeit, um Sprachförderung effizient leisten zu können.

17.01.2008 Bayern Pressemeldung Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.

"Der Ausbau der Vorkurse von derzeit 160 auf 240 Stunden ist dringend erforderlich", betonte der BLLV-Präsident. "Früh erworbene Sprachkompetenz ist Dreh- und Angelpunkt für mehr Teilhabe und Integration. Für die ehrgeizige Maßnahme muss jedoch entsprechend Personal in Kindergärten und Grundschulen zur Verfügung gestellt werden. Die Arbeitsbedingungen der Erzieher/innen und Lehrkräfte an Grundschulen müssen deutlich verbessert werden. "Beide Berufsgruppen werden ständig mit neuen Aufgaben belastet, die kaum noch zu schultern sind. Die Bezahlung wird den Anforderungen in keiner Weise gerecht. In vielen Kindergärten ist die Personaldecke extrem dünn."

Die Stellenmehrung bei der Schulsozialarbeit ist erfreulich, die anvisierten Stellen sind aber immer noch zu wenig. "Die Erfolge der Schulsozialarbeit sind so immens, der Bedarf so groß, dass in diesem Bereich viel kräftigere Investitionen angebracht sind", stellte Wenzel fest. Der BLLV fordert für jede Schule mindestens einen Schulsozialarbeiter. Beschlossen war die Stellenmehrung bereits vor fünf Jahren - sie fiel drei Jahre lang dem Sparkurs zum Opfer.


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