bpv begrüßt Zusage verbindlicher Seminarobergrenzen in der neuen gymnasialen Oberstufe
"Mit dem Konzept der 2009 beginnenden gymnasialen Oberstufe sind wir Lehrer grundsätzlich einverstanden. Ob es aber auch erfolgreich umgesetzt werden kann, wird maßgeblich von den Rahmenbedingungen abhängen, unter denen Schüler und Lehrer arbeiten können", sagte der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes Max Schmidt am Montag anlässlich der Vorstellung der neuen Oberstufe für das achtjährige Gymnasium durch Kultusminister Schneider.
25.08.2008 Bayern Pressemeldung Bayerischer Philologenverband (bpv)Die anspruchsvolle neue Struktur, die als Abschluss nun ein Fünf-Fächer–Abitur beinhaltet, erfordert nach Schmidt eine klare Begrenzung der Schülerzahlen: "Mit seiner heutigen Festlegung auf maximal 15 Teilnehmer in den beiden Seminaren erfüllt Kultusminister Schneider eine wichtige Forderung des Philologenverbandes. Diese Obergrenze ist nicht nur ein pädagogisches Erfordernis, sondern für den Freistaat auch ohne deutlichen Mehraufwand finanzierbar. Das gilt auch für die von uns ebenfalls als verbindliche Höchstgrenze gewünschten 20 Schüler in den Abitur- und 25 Schüler in den anderen Fächern. Bis zu diesen Größen kann ein vernünftiges Arbeiten mit der individuellen Betreuung der Schüler durch die Lehrkräfte gewährleistet werden. Und dann besteht auch die realistische Chance auf eine bessere Studien- und Berufsvorbereitung für unsere Schulerinnen und Schüler", betonte der bpv-Vorsitzende.
Kein schwereres Abitur als bisher erwartet
Befürchtungen, dass das bayerische Abitur schwerer als bisher werde, teilt Schmidt nicht: "Die Einführung des Fünf-Fächer–Abiturs wird bayerische Schüler nicht benachteiligen. Allein schon durch die zukünftig stärkere Berücksichtigung praktischer Arbeiten und mündlicher Leistungen für das Gesamtergebnis werden weder die Abiturnoten nach unten, noch die Durchfallerquoten nach oben gehen", prognostizierte der bpv-Vorsitzende.
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