Brandenburg startet Einstellungsoffensive
Im Land Brandenburg werden zum kommenden Schuljahr 2014/15 insgesamt rund 900 bis 1.000 Lehrerinnen und Lehrer eingestellt. Das teilte Brandenburgs Bildungsministerin Martina Münch heute in Potsdam mit. "Wir stellen damit doppelt so viele Lehrkräfte wie im vergangenen Schuljahr ein - das ist Rekord in der Geschichte Brandenburgs", so Münch. "Ich freue mich, dass wir mit der Einstellung von 900 bis 1.000 jungen und motivierten Lehrkräften frischen Wind in unsere Schulen bringen können."
19.02.2014 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes BrandenburgMit der einen Hälfte der Einstellungen werden Lehrkräfte ersetzt, die altersbedingt ausscheiden, mit der anderen Hälfte wird die Arbeit an den Schulen erleichtert, erklärt Münch. "Mit rund 400 Einstellungen entlasten wir ab dem kommenden Schuljahr die Grund- und Oberschullehrer um eine Unterrichtsstunde pro Woche. Für diese zusätzliche Stärkung der Schulen nehmen wir rund 20 Millionen Euro zusätzlich in die Hand - das ist ein wichtiges Signal dafür, dass Bildung Priorität im Land Brandenburg hat."
Ein Viertel der 900 bis 1.000 Einstellungen entfällt auf den Schulamtsbereich von Brandenburg an der Havel - rund 250 Einstellungen. Im Schulamtsbereich Frankfurt (Oder) liegt der Bedarf bei 180 Lehrkräften, in Wünsdorf bei 150, in Eberswalde und Perleberg bei jeweils 140 und in Cottbus bei 80 Lehrkräften. Fachlich werden im nächsten Schuljahr vor allem Lehrerinnen und Lehrer für die Grund- und die Oberschulen, insbesondere für die Fächer Deutsch, Mathematik, Kunst, Musik, Englisch, Sport und Sachkunde, benötigt - insgesamt rund 700 Lehrkräfte. Außerdem werden 150 Sonderpädagogen und 100 Gymnasial-Lehrkräfte benötigt.
Ministerin Münch verweist auf erste Erfolge: "Rund 200 neue Lehrerinnen und Lehrer wurden bereits zum zweiten Halbjahr eingestellt, für weitere 130 Lehrkräfte gibt es Einstellungszusagen zum 1. August 2014. Damit haben wir bereits heute ein Drittel des Bedarfs für das kommende Schuljahr gedeckt - so viel wie noch nie um die Zeit."
Zur Deckung des Einstellungsbedarfs wird eine Einstellungsoffensive gestartet, erklärt Münch. "Bislang befristet beschäftigte Lehrkräfte bekommen unbefristete Arbeitsverträge, Lehramtskandidaten erhalten Stellenangebote und Bewerber aus den Bewerberkarteien der staatlichen Schulämter werden angeschrieben." Zudem sollen in den kommenden Wochen Inserate mit Jobangeboten in den überregionalen Zeitungen geschaltet werden. "Brandenburg ist ein attraktiver Arbeitgeber", betont die Bildungsministerin. "Wir werden auch weiterhin alle Lehrkräfte, die dies wünschen und die die Voraussetzungen dafür erfüllen, verbeamten. Zudem entlasten wir die Lehrkräfte an den Grund- und Oberschulen: Sie müssen ab dem kommenden Schuljahr eine Unterrichtsstunde pro Woche weniger arbeiten. Referendare, deren Einstellung für das kommende Schuljahr geplant ist und die bereits vorzeitig mit ihrer Ausbildung fertig sind, sollen nahtlos weiterbeschäftigt werden", so Münch. "Zudem haben wir Kontakt mit Bundesländern aufgenommen, die derzeit einen Überhang an Nachwuchs-Lehrkräften haben und werben dort für Brandenburg: Auf den Seiten des bayerischen und des nordrhein-westfälischen Kultusministeriums gibt es bereits Links zu unseren Internet-Seiten."
Um die Bewerbungen von zukünftigen Lehrerinnen und Lehrern zu erleichtern, hat das Bildungsministerium ein Bewerber-Online-Verfahren eingerichtet, mit dem sich Interessenten direkt und zentral bei den staatlichen Schulämtern ihrer Wahl bewerben können. An allen staatlichen Schulämtern wurden zudem Einstellungsteams als feste Ansprechpartner für Bewerberinnen und Bewerber gebildet, die Fragen zur Bewerbung aber auch zur Wohnungssuche oder zu Kita-Plätzen beantworten. Zudem wurde eine Hotline geschaltet, an die sich alle Interessierten mit Ihren Fragen wenden können.
Mehr Informationen unter:
www.mbjs.brandenburg.de
www.schulministerium.nrw.de
www.km.bayern.de/lehrer/stellen/ausserhalb-bayerns.html
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