Breite Beteiligung der Schulen Sachsen-Anhalts am "Aktionstag gegen Rechts"

Im August 2007 hatte Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz gemeinsam mit der Vorsitzenden des Lehrerhauptpersonalrates, Eva Gerth, alle Schulen dazu aufgerufen, den 9. November 2007 als einen Projekttag gegen Rechts zu gestalten. Eingebettet ist dieser Projekttag in die Kampagne "Hingucken! - für ein demokratisches und tolerantes Sachsen-Anhalt", in welcher die Landesregierung gemeinsam mit Vereinen und Verbänden gezielt gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus vorgeht.

08.11.2007 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

In Umsetzung dieser Idee wurde an den Schulen Sachsen-Anhalts die gesamte Woche vom 5. bis zum 9. November 2007 als "Aktionswoche gegen Rechts" gestaltet und gleichzeitig in Zusammenarbeit mit dem Jugendsender MDR-Sputnik, der Landeszentrale für Politische Bildung Sachsen-Anhalt und ermöglicht durch das Sponsoring von DHL die CD "Respekt!" an 40.000 Schülerinnen und Schüler im Lande kostenlos verteilt. Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer und andere Mitglieder der Landesregierung haben in dieser Woche Schulen des Landes besucht, um mit den Schülerinnen und Schülern ins Gespräch zu kommen.

Der 9. November 2007 wird von vielen Schulen im Land als Aktionstag gegen Rechts aufgegriffen. Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz wird ab 11.00 Uhr im Moritzhofkino in Magdeburg mit Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Geschwister-Scholl Magdeburg über den Film "Die letzten Tage der Sophie Scholl" diskutieren. Sozialministerin Dr. Gerlinde Kuppe wird ab 10.30 Uhr am Gymnasium Südstadt in Halle mit Schülerinnen und Schülern der 9. und 10. Klassen über Erscheinungsformen des Rechtsextremismus sprechen. Justizstaatssekretär Burkhard Lischka besucht um 9.30 Uhr die Sekundarschule Havelberg und um 11.20 Uhr das Pestalozzigymnasium Havelberg, um mit den Schülerinnen und Schülern ins Gespräch zu kommen.

Insgesamt haben die Schulen Sachsen-Anhalts den Aufruf des Ministers mit großem Engagement und ausgesprochen kreativen Ideen umgesetzt. So werden in dieser Woche an den Schulen u.a. verschiedene Filme zum Thema Rechtsextremismus betrachtet und ausgewertet, eigene Kurzfilme gedreht, Drehbücher geschrieben, Spielszenen entworfen und gezeigt, Buchlesungen veranstaltet, Zeitzeugen gehört, Aufkleber, Plakate und Collagen im Kunstunterricht angefertigt. Fundierte Informationen erhalten die Schulen auf breiter Ebene von der Polizei und der Staatsanwaltschaft, von Ausländerorganisationen, Behinderteneinrichtungen, kirchlichen Einrichtungen. Schüler besuchen Ausstellungen, Mahn- und Gedenkstätten und veranstalten sogar eigene Konzerte mit "Musik gegen Rechts".

Kultusminister Olbertz dankte den Schulen in Sachsen-Anhalt für dieses deutliche und sehr überzeugende Antwortzeichen. "Rechtsextremen Kräften in unserem Land müssen wir alle gemeinsam neben entschiedener Ablehnung vor allem Wissen und kulturelle Ansprüche entgegensetzen - also genau das, was sie nicht haben. Dann finden dumpfe Parolen und Hasstiraden in unserer Gesellschaft keinen Nährboden.


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