Bremen: Hochmotivierte Schulleitungen unter Druck
Welchen Belastungen sind Schulleitungen in ihrem Alltag ausgesetzt? Welche gesundheitlichen Folgen hat dieser Stress? Ein Fragebogen des „Copenhagener Psychococial Questionnaires“ (COPSOQ) liefert Antworten.
20.06.2025 Bremen Pressemeldung GEW BremenMehr als 200 Schulleitungsmitglieder beteiligten sich an der von der GEW, in Zusammenarbeit mit der Freiburger Forschungsstelle für Arbeitswissenschaften (FFAW), organisierten Studie. Mit dem Fragebogen wurde nicht nur die Belastungen von Schulleitungen sichtbar gemacht, sondern auch mit anderen Berufsgruppen verglichen.
Schulleitungen arbeiten in einem Spannungsfeld aus hohem Druck, hoher Motivation und hohem Engagement. 93% der Befragten arbeiten an Wochenenden, 87% auch abends oder nachts. Über die Hälfte der Schulleitungen geht auch krank zur Arbeit. 2/3 der Befragten machen keine Pausen. Für Schulleitungen gibt es oft keine Grenze zwischen Beruf und Privatem.
„Dadurch wird eine strukturelle Überlastung deutlich, die mit dem Gesundheitsschutz nicht vereinbar ist,“ kommentiert Elke Suhr, Landessprecherin der GEW. „In Kombination mit der hohen Motivation steigt dadurch das Risiko des Burnouts enorm.“
„Der Arbeitgeber muss seiner Verantwortung für den Arbeits- und Gesundheitsschutz der Beschäftigten in Schule endlich nachkommen“ ergänzt der Landessprecherin Fabian Kinz.
Die GEW fordert:
- die Zeit für Leitungsaufgaben muss deutlich erhöht werden und zwar bereits zum neuen Schuljahr
- Schulleitungen müssen von Verwaltungstätigkeiten entlastet werden, z.B. durch mehr Personal
- für alle an Schule Beschäftigten muss die Arbeitszeiterfassung flächendeckend umgesetzt werden
Die aufgezeigte Gefährdung der Leitungskräfte gefährdet letztendlich die Qualität der Schulentwicklung und damit des Bildungsauftrages. Deshalb müssen deutlich mehr personelle und finanzielle Ressourcen für Bildung bereitgestellt werden.
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