"Büchergeld ermöglicht raschen Wissenstransfer"

"Das Büchergeld sichert den raschen Wissenstransfer", dies unterstrich der Bayerische Staatsminister für Unterricht und Kultus, Siegfried Schneider, heute anlässlich mehrerer auf Unkenntnis basierender Vorwürfe. Die Schulen können durch das Büchergeld künftig viel rascher als bisher aktuelle Bücher und Lernsoftware kaufen. Damit wird sichergestellt, dass neues Wissen und aktuelle pädagogisch-didaktische Erkenntnisse zeitnah in den Unterricht einfließen und damit die Qualität der Schulbildung verbessert wird.

14.09.2005 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Zugleich ermöglicht das Büchergeld, die Kosten für die Lernmittel auf mehrere Schultern zu verteilen: auf den Freistaat, die Kommunen und die Eltern. Ab diesem Schuljahr bezahlen in Bayern Eltern für Grundschulkinder 20 ? pro Schuljahr sowie für Kinder an weiterführenden Schulen 40 ? Büchergeld.

Den Vorwurf von SPD und Grünen, das Büchergeld stelle eine "soziale Hürde" dar, lässt Kultusminister Schneider nicht gelten. Schließlich ist eine ausgeprägte soziale Komponente vorgesehen. So sind Eltern, wenn sie für drei oder mehr Kinder Kindergeld beziehen, ab dem dritten Kind vom Büchergeld befreit. Ferner brauchen Eltern in finanziell schwieriger Situation, zum Beispiel Empfänger von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch, kein Büchergeld bezahlen.

Der Vorwurf der SPD ist für den Kultusminister auch unverständlich, da in Berlin bei einer SPD/PDS-Regierung Eltern sogar eine Eigenbeteiligung von 100 ? pro Schuljahr leisten müssen. Die damals rot-grüne Regierung in Nordrhein-Westfalen hatte bereits zum Schuljahr 2003/4 eine Eigenbeteiligung der Eltern für Bücher eingeführt, die 49 Prozent des Durchschnittsbeitrags für die Anschaffungskosten von Büchern ausmachte. Im Oktober wird erstmals an den Schulen des Freistaats das Büchergeld eingesammelt. Der Betrag dient ausschließlich dem Ankauf von Schulbüchern und von Software für Schüler, die Schulbücher setzen können.

Die Form, wie das Büchergeld eingezogen wird, schützt Kinder und Eltern, die kein Büchergeld leisten müssen, davor, ihre wirtschaftlichen Verhältnisse preisgeben zu müssen. Erhoben wird das Büchergeld im Oktober, ausgegeben wird es für Lernmittel in Abstimmung zwischen Schulleitung, Lehrerschaft und Eltern. Ab November 2005 kann das Geld auch schon zum Bücherkauf investiert werden.


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