Bundesprogramm "Lokales Kapital für soziale Zwecke" erhält neuen Schub

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend setzt das erfolgreiche Bundesprogramm "Lokales Kapital für soziale Zwecke" (LOS) fort. Das seit 2003 durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) finanzierte Programm soll benachteiligten Menschen helfen auf dem Arbeitsmarkt Tritt zu fassen und zugleich lokale Strukturen stärken. Am 1. Juli startete in bundesweit 281 Gebieten mit besonderem Entwicklungsbedarf die vierte Förderperiode.

21.07.2006 Pressemeldung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

"LOS stärkt die Infrastruktur in Gebieten mit sozialen Problemen und setzt dabei auf die Integration von Menschen, die mangels ausreichender Qualifikation am Arbeitsmarkt wenig Chancen hatten. In 8800 Mikroprojekten haben schon mehr als 230.000 Personen bewiesen, dass der Ansatz von LOS richtig ist. Indem wir das Programm jetzt verlängern, erhalten wir erfolgreiche lokale Strukturen und Netzwerke", erklärte der Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Gerd Hoofe. LOS leiste einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Europäischen Beschäftigungsstrategie und der Lissabon-Strategie. Es sei geplant, auch in der kommenden ESF-Förderperiode (2007-2013) das Engagement in diesem Bereich fortsetzen, so Hoofe weiter.

LOS fördert mit bis zu 10.000 Euro lokale Mikroprojekte und kleine Initiativen in sozialen Problemgebieten. Träger wie örtliche Vereine, Kirchengemeinden, Unternehmen, Lehrstellenbündnisse oder auch Einzelpersonen beschäftigen bewusst Langzeitarbeitslose, benachteiligte Schulabgängerinnen und Schulabgänger sowie Ausbildungsplatzsuchende oder Berufsrückkehrerinnen, die es schwer haben, ohne Hilfe die Tür zum Arbeitsmarkt aufzustoßen. Über die Projektarbeit haben die eingesetzten Personen die Möglichkeit sich weiterzubilden und beruflich zu qualifizieren. Ihr Einsatz etwa für das lokale Kulturangebot oder Naturschutzvorhaben fördert nicht nur die berufliche und soziale Integration im direkten Lebensumfeld, er stärkt zugleich den Zusammenhalt der Menschen vor Ort.

Nähere Informationen zum Programm "Lokales Kapital für soziale Zwecke" (LOS) finden sich im Internet unter www.los-online.de.

Mit der Lissabon-Strategie soll die Europäische Union bis 2010 zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt entwickelt werden. Erklärte Ziele der Gemeinschaft sind danach unter anderem nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum mit mehr und besseren Arbeitsplätzen sowie einem größeren sozialen Zusammenhalt.


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