CDU-Bildungsminster: Unterrichtspensum für G8 senken

(bikl.de) Die Bildungsminister der CDU-geführten Bundesländer wollen offensichtlich die vorgeschriebenen Stundenzahl für die Gymnasien senken. "Das von der Kultusministerkonferenz (KMK) festgelegte Unterrichtspensum für das achtjährige Gymnasium ist zu hoch und zu starr", sagte der saarländische Bildungsminister Jürgen Schreier, der auch Vizepräsident der KMK ist, gegenüber dem "Spiegel"

11.08.2007 Artikel

Das Problem müsse so schnell wie möglich von der KMK gelöst werden. "Hier muss sich etwas tun, ohne dass es zu Qualitätsverlusten kommt", wird Schreier zitiert. Samstagsunterricht an Gymnasien, wie es jetzt von Nordrhein-Westfalen geplant ist, könne dann vermieden werden. Auch werde es weniger Nachmittagsunterricht geben.

Die in etlichen Bundesländern von Eltern und Lehrern als übereilt betrachtete Einführung des achtjährigen Gymnasiums war immer wieder heftig kritisiert worden, weil zu viel Stoff in zu kurzer Zeit gelernt werden muss. Außerdem fehlt an vielen Gymnasien die Ausstattung für den Nachmittagsbetrieb.

Das achtjährige Gymnasium mache Lehrer und Schüler krank, hatte der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband erst im Juli erklärt. Eltern beklagten, so der Verband, dass der Stress ihrer Kinder extrem zugenommen habe. Die Schüler hätten kaum noch Zeit für Freizeitbetätigungen.

Im Saarland wurden bereits die Oberstufenlehrpläne für den gemeinsamen G8/G9-Jahrgang stark gekürzt. Mit dieser Maßnahme, so das Kultusministerium, solle sichergestellt werden, dass insbesondere die jüngeren G8-Schüler in den gemeinsamen Kursen mit den G9-Schülern und beim Abitur nicht überfordert würden.


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  • SPIEGEL: CDU-Bildungsminister plädieren für weniger Unterricht

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