CDU und RLV stärken gemeinsam die Realschulen

Die rund 550 Realschulen in NRW leisten seit Jahrzehnten hervorragende Arbeit. Weil sie gut funktionieren, stehen sie aber kaum im Fokus der Öffentlichkeit. Doch nun droht diese anerkannte Schulform Opfer ihres eigenen Erfolgs zu werden: In immer mehr Bundesländern wird die Realschule als "Ausputzer" missbraucht, um das schlechte Image der Hauptschulen aufzupolieren. Dass dies auf Kosten der Qualität gehen muss, weil Hauptschüler völlig andere Förderungen benötigen, wird dabei übersehen oder billigend in Kauf genommen. Weil die Einheitsschul-Welle auch nach Nordrhein-Westfalen überzuschwappen droht, hat der Realschullehrerverband NRW gemeinsam mit der Landeselternschaft der Realschulen am 23. März eine sehr erfolgreich angelaufene Initiative zum Erhalt der Realschule gestartet ([www.helpgelb.de](http://www.helpgelb.de)).

06.07.2009 Pressemeldung Realschullehrerverband NRW

Der Realschullehrerverband ist sehr erfreut, dass er im Kampf um die Realschulen die CDU als stärkste politische Kraft im Land auf seiner Seite weiß. Helmut Stahl, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion, macht das Anliegen der Realschulen auch zu seiner Sache. Im Gespräch mit der RLV-Vorsitzenden Brigitte Balbach unterstrich er, dass die CDU zur Realschule steht und sie weiterentwickeln will. Auch Generalsekretär Wüst hatte kürzlich erklärt, dass die Christdemokraten die Initiative zum Erhalt der Realschulen "ausdrücklich unterstützen". Schulministerin Barbara Sommer will die Realschulen ebenfalls voranbringen, wie sie zuletzt beim Realschultag in Dortmund deutlich machte.

"Wer Leistung und Bildungsqualität statt Bildungsnivellierung will, muss die Realschulen als tragende mittlere Säule im gegliederten Schulsystem stärken und nicht schwächen", betont Balbach. "Wir sind sehr froh, dass die CDU dies erkannt hat und Flagge zeigt." Der RLV ist zuversichtlich, gemeinsame Lösungen zu finden, um auch in den ländlichen Regionen, die stärker vom demografischen Wandel betroffen sind, Schulvielfalt und -qualität aufrecht zu erhalten. Grundsätzlich ist der RLV der Überzeugung, dass der demografische Wandel mehr Chancen als Risiken bietet – Chancen für kleinere Klassen, für eine bessere Schüler-Lehrer-Relation und letztlich für mehr Bildungsqualität. Dies setzt allerdings voraus, dass die Kommunen sich bei der Entwicklung ihrer Schulstruktur nicht von kurzfristigen Kostensenkungs-Potenzialen leiten lassen, sondern von nachhaltiger Qualitätssteigerung. "Dafür müssen die demografischen Gewinne, also die durch sinkende Schülerzahlen frei werdenden Mittel, jedoch im System Schule verbleiben", so Balbach.

Hinweis an die Redaktionen: Bei Rückfragen steht Ihnen die Vorsitzende des RLV, Brigitte Balbach (Tel. 0172/9018766) zur Verfügung.


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