Cornelsen stellt sich der Diskussion um das Urheberrecht
Das Urheberrecht wird kontrovers diskutiert. Mit einem Tag des Offenen Verlags machten die Cornelsen Schulverlage Anforderungen an Bildungsmedien transparent und gingen der Frage nach, welchen Mehrwert Verlage auch in digitalen Nutzungszusammenhängen leisten können.
14.09.2012 Pressemeldung Cornelsen Verlag GmbHSie beteiligten sich damit an einem bundesweiten Aktionstag zum Urheberrecht, den der Börsenverein für den Deutschen Buchhandel initiiert hatte. An konkreten Beispielen zeigten Verlagsvertreter und Autoren den komplexen Entstehungsprozess von der Idee zum curricularen Lehrwerk und illustrierten die Weiterentwicklung des gedruckten Schulbuchs zum digitalen Bildungsmedium. Der realistische Blick aus der Schulwelt und die Einschätzung einer Lehrerin zur Verwendung gedruckter und digitaler Verlagserzeugnisse rundeten die Veranstaltung ab.
Urban Meister, Geschäftsführer der Cornelsen Schulverlage und Mitglied im Verlegerausschuss des Börsenvereins für den Deutschen Buchhandel, gab Einblick in die Aufgaben von Schulverlagen und forderte eine Weiterentwicklung des Urheberrechts sowie eine verstärkte Bereitstellung rechtssicherer digitaler Angebote.
Autorin Cecile Rossant und Englischredakteur Stefan Höhne illustrierten an anschaulichen Beispielen einzelne Arbeitsschritte und die Zusammenarbeit in bis zu 70-köpfigen Teams. Englischlehrerin Birgit Ohmsieder verglich den Mehrwert curricularer Lehrwerke mit frei verfügbarem Unterrichtsmaterial aus dem Internet mit Blick aus der Schulpraxis. Christine Hauck, Abteilungsleiterin New Business, stellte anschließend Anforderungen, Initiativen und Bildungsangebote für die legale Nutzung digitaler Medien an Schulen vor. Der anschließenden Diskussion stellten sich Mitglieder der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft sowie verschiedene Medienvertreter.
Die Cornelsen Schulverlage nehmen im Rahmen des Urheberschutzes eine Doppelfunktion ein: Auf der einen Seite schützen sie die Rechte von 7.500 Autoren, Herausgebern und Beratern sowie 5.000 Illustratoren, Grafikern und anderen Berufsgruppen. Auf der anderen Seite müssen sie für Fremdrechte bei der Verwendung von Originalquellen in Lehrwerken selbst ein differenziertes Rechtemanagement betreiben – pro Schülerbuch werden durchschnittlich 400 Abbildungen, Fotos, Grafiken, Illustrationen, Karten und rund 250 Zitate und Fremdtexte verwendet. Insgesamt umfasst das Verlagsprogramm 26.000 Titel und reicht von der frühkindlichen Bildung bis zur Erwachsenenbildung.
Ansprechpartner
Cornelsen Verlag GmbHNicole Weiffen
Cornelsen Verlag GmbH, Mecklenburgische Straße 53
14197 Berlin
Telefon: +49 89785-8286
E-Mail: nicole.weiffen@cornelsen.de
Web: cornelsen.de
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