Saarland

CSD: Bildungsminister Commerçon will Richtlinien zur Sexualerziehung überarbeiten

Der saarländische Bildungsminister Ulrich Commerçon hat anlässlich des diesjährigen Christopher-Street-Days bekräftigt, die Überarbeitung der Richtlinien zur Sexualerziehung an den saarländischen Schulen noch in diesem Herbst zum Abschluss zu bringen. "Die geltenden Richtlinien sind über zwanzig Jahre alt und hinken der gesellschaftlichen Wirklichkeit hinterher", so Commerçon.

19.07.2012 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

In den Schulen spiegele sich die Vielfalt der Lebensformen wider. "Je nach Schule gibt es Schüler und Eltern unterschiedlicher Hautfarbe und Sprache, oder auch mit Behinderungen. Und manche Schüler haben gleichgeschlechtliche Eltern oder sind selbst homosexuell. Das alles ist Realität und muss sich auch in der schulischen Sexualerziehung abbilden." Die Sexualerziehung an den Schulen könne einen Beitrag zur Identitätsfindung Jugendlicher sowie zum Abbau von Diskriminierungen homo-, bi- und transsexueller Menschen leisten. "Mir kommt es darauf an, dass keine Lebensform abgewertet oder ausgeblendet wird."

Weitere Handlungsfelder sieht Bildungsminister Commerçon in der Entwicklung von Präventionsstrategien gegen schwulen- und lesbenfeindliche Gewalt und Mobbing auf den Schulhöfen, der Verstärkung des Fortbildungsangebotes für Lehrkräfte sowie bei der Überarbeitung der Inhalte von Schulbüchern.


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