Debatte um Zweigliedrigkeit des Schulsystems

Augenblicklich wird in Politik und Medien intensiv über die weitere Entwicklung der Schulsysteme in der Bundesrepublik debattiert. In einigen Ländern und von Teilen des politischen Spektrums werden zweigliedrige Systeme befürwortet und für Schritte nach vorn gehalten.

15.03.2007 Niedersachsen Pressemeldung GEW Niedersachsen

Die GEW Niedersachsen hat in dieser Frage immer eine eindeutige Position bezogen: Sie tritt ein für die Überwindung der Abgrenzungen und Abschottungen zwischen den Schulformen und für eine Schule ohne Ausgrenzung, in der alle Kinder optimal gefördert werden können. Eine gemeinsame Schule, die das Gymnasium nicht einbezieht und die bestehenden Gesamtschulen auflöst, würde die überkommene Gliedrigkeit nur neu zementieren.

Der niedersächsische Kultusminister bestreitet zwar, dass Überlegungen zu einer Zweigliedrigkeit in Niedersachsen angestellt werden. Nach den nächsten Landtagswahlen wird aber vermutlich manches anders klingen. Schon heute wird in Kommunen über Zusammenlegungen von Haupt- und Realschulen und damit über eine faktische Zweigliedrigkeit nachgedacht.

Auch in der GEW wurde und wird mit unterschiedlichen Nuancen über diese Frage diskutiert. Inzwischen hat der Hauptvorstand dazu einen Beschluss gefasst, der sich mit den Vorstellungen der niedersächsischen GEW deckt. Das Zwei-Säulen-Modell "ist eine falsche Weichenstellung", "löst die Probleme des traditionell gegliederten Schulsystems nicht und eröffnet keine Perspektive für einen Übergang zu einer ´Schule für Alle´ ".

Wir sind verschiedentlich auf die Diskussion in der GEW angesprochen worden und machen den Beschluss vom 10. März 2007 im Anhang öffentlich (Siehe rechte Spalte).

Ansprechpartner

GEW Niedersachsen

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