Inklusion Bayern

Dem einzelnen Kind gerecht werden

Das bayerische Kultusministerium nimmt zu den [Aussagen der Bertelsmann Stiftung](http://bildungsklick.de/a/87176/doppelsystem-aus-regelschulen-und-foerderschulen-bleibt/) zur Inklusion wie folgt Stellung:

18.03.2013 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

  1. In Bayern haben sich alle Fraktionen des Landtags darauf verständigt, die Inklusion von jungen Menschen mit und ohne besonderen Förderbedarf auf mehreren Wegen umzusetzen und dabei dem einzelnen jungen Menschen gerecht zu werden.

  2. Um die Inklusion von Menschen mit und ohne besonderen Förderbedarf zu verwirklichen, haben die Abgeordneten des Landtags über die Fraktionengrenzen hinweg die Rechtsgrundlagen für das Schulwesen verändert und Personalstellen und Mittel für die Inklusion bereit gestellt. Auch für die Haushaltsjahre 2013 und 2014 sind jeweils 100 Lehrerstellen für die Ausweitung der Inklusion im Haushalt verankert.

  3. Bayern hat damit begonnen, ein Netz von Schulen mit dem Schulprofil Inklusion zu knüpfen. Im ersten Jahr waren es 41 Schulen, nun im zweiten Jahr sind es insgesamt 86 Schulen (Grund-, Mittel-, Realschulen und Gymnasien). Diese richten ihren Schulalltag und ihren Unterricht unter der Maxime des miteinander Lernens und Lebens aus. Die Erfahrungen, die dabei gemacht werden, werden wissenschaftlich evaluiert, damit die Erkenntnisse bei der Ausweitung der Schulen mit diesem Profil einbezogen werden können. Daneben gibt es insbesondere mit den Kooperationsklassen und den Partnerklassen eine große Zahl weiterer Angebote für gemeinsamen Unterricht.

  4. Die Eltern entscheiden, welche Schule ihre Kinder besuchen und wo sie ihre Kinder am besten gefördert sehen. Für Bayern gibt es deshalb kein entweder Regelschule oder Förderschule, sondern ein Miteinander von Regelschulen und Förderschulen, insbesondere die Sonderpädagogischen Förderzentren. Letztere können zugleich als Kompetenzzentren die Regelschulen unterstützen.

  5. Die Situation des einzelnen Kindes und Jugendlichen muss der Maßstab sein. Das schulische Angebot muss dem Kind gerecht werden.

Bayern setzt seine Anstrengungen zum Ausbau der Inklusion weiter fort und arbeitet dabei eng mit den Kommunen zusammen.


Mehr zum Thema


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden