Sprachförderung

Deutsch lernen in den Pfingstferien: 232 Feriensprachkurse in Rheinland-Pfalz

„Ganz egal, ob man in der Schule mitarbeiten, im Fußballverein spielen oder neue Freunde finden möchte – für all das ist es unerlässlich, gut Deutsch zu sprechen und zu verstehen. Gute Sprachkenntnisse ermöglichen Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe“, so Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig.

21.05.2024 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz
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„Damit alle Schülerinnen und Schüler die bestmöglichen Voraussetzungen haben, gibt es auch in den diesjährigen Pfingstferien in Rheinland-Pfalz wieder zusätzliche Feriensprachkurse. Insgesamt finden 232 Deutschkurse statt, davon 153 an Grundschulen, 64 an weiterführenden Schulen und 15 an Berufsbildenden Schulen. Von diesen Ferienkursen profitieren über 2200 Schülerinnen und Schüler.“

Für das gesamte Jahr 2024 stellt das Land insgesamt 753.000 Euro für Feriensprachkurse zur Verfügung, davon 232.750 Euro für die Kurse während den Pfingstferien. Das Ministerium für Familie, Frauen Kultur und Integration (MFFKI) beteiligt sich zusätzlich mit 50.000 Euro an den Feriensprachkursen.

Die Kurse können bei Bedarf von den Schulen bei den örtlichen Volkshochschulen und Kreisvolkshochschulen beantragt werden. Der Fokus liegt auf der mündlichen Kommunikation und der Vermittlung einer Basis, auf der die Kinder und Jugendlichen beginnen, Deutsch zu verstehen und zu sprechen. Zielgruppe der Feriensprachkurse sind neu zugewanderte Kinder und Jugendliche, aber auch solche, die schon länger in Deutschland leben, allerdings mit nur sehr geringen Deutschkenntnissen in die Schule kommen.

Der Vorsitzende des Volkshochschulverbandes Rheinland-Pfalz, Landtagspräsident Hendrik Hering, betont: „Von Beginn an beteiligen sich die Volkshochschulen als starker und verlässlicher Bildungspartner an dem Projekt "Feriensprachkurse für schulpflichtige Kinder mit Migrationshintergrund". Die Volkshochschulen stehen in Rheinland-Pfalz dafür flächendeckend zur Verfügung. Dabei bringen sie ihr didaktisch-methodisches Know-How in der Kurskonzeption und -durchführung für eine gezielte Sprachförderung ein. Ein zentrales Element der Kurse ist dabei die Orientierung der Kinder in ihrem neuen Umfeld. Mit den Feriensprachkursen leisten die Volkshochschulen einen wichtigen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit.“

„Unser rheinland-pfälzisches Sprachförderkonzept hat einen durchgängigen Ansatz. Wir kümmern uns nicht nur um den ersten Spracherwerb, sondern helfen und begleiten unsere neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern nachhaltig und langfristig beim Deutschlernen. Denn wir verstehen Sprachförderung als Investition in die Zukunft und haben sie deshalb deutlich aufgestockt: Wir geben allein im Jahr 2024 fast 68 Millionen Euro für Sprachförderung in Schule und Kita aus. Das sind knapp 28 Millionen Euro mehr als vor fünf Jahren. Mein Dank gilt allen Lehrkräften und unseren Kooperationspartnern bei den Volkshochschulen. Ohne sie würde es ein solches Angebot in den Ferien nicht geben“, sagte Bildungsministerin Hubig.

„Begegnungen und Freundschaften sind für das Gelingen von Integration unerlässlich. Umso wichtiger ist es, dass Kinder und Jugendliche so schnell wie möglich Anschluss in ihrem Umfeld und damit vor allem in der Schule finden. Bei den Feriensprachkursen steht die praktische Sprachförderung, also das Sprechen und Verstehen, im Vordergrund. Sie bieten den Kindern und Jugendlichen optimale Möglichkeiten, in der Schule und in der neuen Klasse Fuß zu fassen und so auch Freundschaften zu schließen. Das Integrationsministerium unterstützt dieses Angebot daher gerne mit einem eigenen finanziellen Beitrag in Höhe von 50.000 Euro pro Jahr“, erklärte Staatssekretär Janosch Littig.


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