Deutsche Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zur Spitze
Bildungsministerin Martina Münch freut sich über das gute Abschneiden der deutschen Schülerinnen und Schüler beim internationalen Schulleistungstest PISA.
03.12.2013 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg"Sowohl in Mathematik und den Naturwissenschaften als auch beim Lesen und Textverständnis haben die deutschen Schülerinnen und Schüler Ergebnisse deutlich oberhalb des Durchschnitts der anderen Industrienationen erreicht - damit haben sie sich im Vergleich zu den ersten PISA-Tests im Jahr 2000 erheblich steigern können", so Münch. "Dieser positive Trend deckt sich auch mit der Entwicklung in unserem Land: Brandenburgische Schülerinnen und Schülern haben zuletzt im Oktober beim bundesweiten Ländervergleich in den Fächern Mathematik, Biologie, Chemie und Physik herausragende Ergebnisse erzielt und zählen zu den bundesweiten Spitzenreitern. Einen entscheidenden Anteil daran haben sowohl die Lehrkräfte mit ihrer hohen Professionalität und ihrem großen Engagement als auch die richtigen Weichenstellungen in der brandenburgischen Bildungspolitik in den vergangenen Jahren. Die Ergebnisse machen deutlich: Wir haben starke und leistungsfähige Schulen im Land Brandenburg", so Ministerin Münch.
Hintergrund zu Maßnahmen des Bildungsministeriums seit 2000:
Das Bildungsministerium hat seit der ersten Schulleistungsstudie PISA im Jahr 2000 zahlreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht, um die Qualität in brandenburgischen Schulen zu verbessern. Dazu zählen unter anderem
- Maßnahmen zur Verbesserung der frühkindlichen Förderung (Verbesserung der Bildungsarbeit in den Kitas mit den "Grundsätzen elementarer Bildung", Früherkennung von Entwicklungsbedarfen mit den "Grenzsteinen der Entwicklung" sowie Förderung sprachauffälliger Kinder),
- Maßnahmen zum Ausbau von schulischen und außerschulischen Ganztagsangeboten mit dem Ziel erweiterter Fördermöglichkeiten, insbesondere für Schülerinnen und Schüler mit Bildungsdefiziten und besonderen Begabungen,
- Maßnahmen zur besseren Verzahnung von vorschulischem Bereich und Grundschule und der differenzierteren individuellen Förderung (Flexible Eingangsphase),
- Maßnahmen zur Verbesserung der Lesekompetenz und des grundlegenden Verständnisses mathematischer und naturwissenschaftlicher Zusammenhänge (mehr Lernzeit in den Jahrgangsstufen 1 und 2 sowie 5 und 6, Differenzierung in den Jahrgangsstufen 5 und 6, neue Grundschulrahmenlehrpläne, verbindlicher Grundwortschatz),
- Maßnahmen zur wirksameren differenzierten Förderung von bildungsbenachteiligten Kindern und Jugendlichen (Initiative Oberschule),
- Maßnahmen zur Stärkung von Lehrkräften (zusätzliche Fortbildungsangebote) sowie
- Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Qualität von Unterricht und Schule (neue Rahmenlehrpläne für die Sekundarstufe I und II, zentrale Lernstandstests in der Primarstufe, Vergleichs- und Orientierungsarbeiten in der Sekundarstufe I, landesweite Prüfungen am Ende der Jahrgangsstufe 10, zentrale Abiturprüfungen, Schulvisitation als externe Evaluation von Schulen).
Informationen zu PISA:
PISA ist der weltweit größte Schulleistungstest und findet alle drei Jahre statt. Das "Programme for International Student Assessment" wird von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ausgerichtet. Getestet werden 15- bis 16-jährige Schüler. An der jüngsten Untersuchung im Frühjahr 2012 nahmen rund 510.000 Jugendliche aus 65 Nationen teil. In Deutschland beteiligten sich Schülerinnen und Schüler aus 247 Schulen.
Parallel zu PISA führt das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) im Auftrag der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) alle drei bis fünf Jahre einen Ländervergleich durch, in dem überprüft wird, ob die Schülerinnen und Schüler in den 16 Bundesländern die von der KMK definierten nationalen Bildungsstandards erreichen. Im Oktober 2013 wurden die Ergebnisse der Leistungen von Neuntklässlern in den Fächern Mathematik, Biologie, Chemie und Physik veröffentlicht. Hier erreichten brandenburgische Schülerinnen und Schüler Plätze zwischen 2 und 4.
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