Deutscher Schulpreis 2006: Bildungssenatorin gratuliert Max-Brauer-Schule

Die Altonaer Max-Brauer-Schule ist heute mit einer der fünf Auszeichnungen des Deutschen Schulpreises 2006 geehrt worden. Bundespräsident Horst Köhler vergab in Berlin die von der Robert-Bosch- und der Heidehof-Stiftung in Kooperation mit der Illustrierten „Stern“ und dem ZDF gestifteten Preise. Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig gratuliert der Altonaer Gesamtschule zu diesem Erfolg: „Ich freue mich für die Schülerinnen und Schüler, für Schulleiterin Barbara Riekmann und ihr Team sowie die Eltern der Max-Brauer-Schule. Der Preis ist die Anerkennung für jahrelange erfolgreiche Arbeit.“

11.12.2006 Hamburg Pressemeldung Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB)

Unter 481 Bewerbungen hatte eine Jury 18 deutsche Schulen für die Endrunde des Wettbewerbs ausgewählt. Unter diesen war neben der Max-Brauer-Schule auch die Clara-Grunewald-Schule in Hamburg-Allermöhe. Den ersten, mit 50000 Euro dotierten Preis gewann die Dortmunder Grundschule Kleine Kielstr. Die weiteren vier ausgezeichneten Schulen werden mit je 10000 Euro prämiert.

In der Laudatio heißt es über die Max-Brauer-Schule: „Die Vision der Max-Brauer-Schule heißt: „Dem Lernen Zeit geben“. Das ist ein pädagogischer Kontrapunkt gegenüber einer belasteten, hektischen, für Kinder auch gefährlichen Umgebung. Die Schule hat dazu vieles erfunden und erprobt – von der Profiloberstufe, die Fächer bündelt, bis zur „Neuen Max Brauer-Schule“, einem didaktisch-methodischen Umbau von innen gleichsam unter vollen Segeln. Lernbüros, Projekte und Werkstattarbeit werden verbunden zu einem Konzept, das Individualisierung mit sozialem Lernen sinnreich zusammenfügt, das die Einübung von Grundfertigkeiten mit praktischem Lernen durch Versuch und Irrtum verknüpft, und das Wagemut mit Selbstdisziplin, Pauken mit Probieren spannungsvoll kombiniert.

Die Schule lebt und webt in einem Netz von Herkunftskulturen, Lernorten und Kooperationsbeziehungen. Sie hat längst entdeckt und umgesetzt, dass Evaluation hart ankommt, aber auch weiterhilft, dass Elternarbeit belastet, aber auch trägt, Demokratie mühsam ist, aber mündig macht und dass Reform eine Daueraufgabe ist, die Kräfte bindet, aber genauso auch freisetzt. Schule als pädagogische Erfinderwerkstatt – so könnte man die Max-Brauer-Schule und ihren Geist charakterisieren.“

In der Max-Brauer-Schule des Altonaer Stadtteils Bahrenfeld lernen 1210 Schülerinnen und Schüler von der Vorschul- bis zur Abitursklasse. Englisch ab der dritten Grundschulklasse, französisch oder türkisch ab der siebten sowie spanisch ab der neunten Klasse geben der Ganztagsschule ihr besonders Angebotsprofil. Die selbstverantwortete Schule wurde bereits 1998 als „Umweltschule in Europa“ ausgezeichnet.

Weitere Informationen zum Deutschen Schulpreis 2006 sind unter http://schulpreis.bosch-stiftung.de/content/language1/html/index.asp erhältlich.


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