Die Jugend forscht Landessieger 2007 aus dem Saarland stehen fest

Sieben junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Saarland haben sich für den 42. Bundeswettbewerb von Jugend forscht qualifiziert. Die Landessieger 2007 wurden gestern in einer Feierstunde von Kultusminister Jürgen Schreier in Saarbrücken ausgezeichnet. Sie werden ihre prämierten Projekte beim Jugend forscht Finale Ende Mai in Hamburg präsentieren. Insgesamt waren 66 Schüler mit 32 Forschungsarbeiten beim Landeswettbewerb angetreten, der von der RAG BILDUNG Saar GmbH ausgerichtet wurde.

22.03.2007 Saarland Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.

Andreas Graf (20), Michael Grosch (20) und Philipp Weber (19) überzeugten die Jury mit ihrer neuartigen Konstruktion zum Zuschneiden von PKW-Karosserieteilen. Die Auszubildenden von ThyssenKrupp Drauz Nothelfer in Wadern-Lockweiler entwickelten dabei eine spezielle Vorrichtung, die das Einpassen der Schnittmesser vereinfacht. Diese lassen sich jetzt in einem einzigen Arbeitsschritt an die jeweilige Karosserieform anpassen. Das bislang erforderliche mehrmalige Ein- und Ausbauen der Messer kann so entfallen, wodurch sich auch die körperlichen Belastungen für die Werkzeugbauer verringern. Die drei Jungforscher siegten im Fachgebiet Arbeitswelt.

Geometrische Figuren waren das Thema der Siegerarbeit im Fachgebiet Mathematik/Informatik. Angelika Klein (17) vom Gymnasium Wendalinum in St. Wendel untersuchte dreidimensionale Körper wie beispielsweise Würfel. Die Jungforscherin stellte besondere Berechnungen an, um diese sogenannten Platonischen Körper auch vierdimensional darstellen zu können.

Die Landessieger im Fachgebiet Physik befassten sich mit infraroter Strahlung. Das menschliche Auge kann dieses Licht normalerweise nicht erfassen. Lukas Feilen (15) und Tobias Theobald (16) vom Peter-Wust-Gymnasium in Merzig gelang es ein Verfahren zu entwickeln, mit dem sich Objekte mittels Infrarotstrahlung dennoch sichtbar machen lassen. Mit einer speziellen Handykamera werden die Gegenstände optisch erfasst, im Anschluss digitalisiert und dann auf einem Computerbildschirm dargestellt.

Die künstliche Intelligenz ist das Forschungsgebiet von Kristin Völk. Die Studentin der Universität des Saarlandes konstruierte einen selbstlernenden, zweibeinigen Roboter. Die Herausforderung bei ihrem ambitionierten Projekt bestand vor allem darin, den Roboter mit der Fähigkeit auszustatten, die Bewegungsabläufe beim Gehen eigenständig zu verbessern. Die 20-Jährige errang den Landessieg im Fachgebiet Technik.

Nach den Landesentscheiden im März findet der 42. Bundeswettbewerb vom 17. bis 20. Mai 2007 in Hamburg statt. Das Finale wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der Beiersdorf AG.

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