Die Jugend forscht Landessieger 2007 aus Niedersachsen stehen fest

Zwölf junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Niedersachsen haben sich für den 42. Bundeswettbewerb von Jugend forscht qualifiziert. Die Landessieger 2007 wurden gestern in Anwesenheit von Kultusminister Bernd Busemann in Clausthal-Zellerfeld ausgezeichnet. Insgesamt waren 66 Teilnehmer mit 35 Projekten zum Landesentscheid angetreten, der von der TU Clausthal und der e.on Kernkraft ausgerichtet wurde.

22.03.2007 Niedersachsen Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.

Die Verkehrssicherheit zu verbessern war das Ziel von Markus Hägemann und Julia Michalski von der Robert Bosch GmbH in Hildesheim. Sie entwickelten ein System, das den Fahrer über den technischen Zustand seines Wagens informiert. So werden mögliche Defekte oder beispielsweise die Qualität der Bremsflüssigkeit automatisch angezeigt. Die beiden 19-Jährigen errangen den Landessieg im Fachgebiet Arbeitswelt. Nina Maria Reich (19) und Mathilda Keller (19) vom Christian-Gymnasium in Hermannsburg waren im Fachgebiet Biologie erfolgreich. Sie untersuchten die Aktivitäten der Unterarmmuskulatur. Diese wurden anhand von Oberflächenelektroden gemessen und in Tonsignale umgewandelt. Der Vergleich verschiedener Frequenzspektren ermöglichte den Schülerinnen Rückschlüsse zum Beispiel auf den Fitnessgrad ihrer Testpersonen.

Im Fachgebiet Chemie erhielten gleich zwei Arbeiten den Landesieg zugesprochen: Michael To Vinh (18) und Hendrik Raese (19) vom Scharnhorstgymnasium in Hildesheim präsentierten leuchtende Polymere als Alternative zu konventionellen Lichtquellen. David Wolloscheck (19) von der Robert-Koch-Schule in Clausthal-Zellerfeld konnte sich mit einer chemischen Analyse ausgewählter Weihrauchsorten durchsetzen.

Auch im Fachgebiet Mathematik/Informatik gab es in diesem Jahr zwei siegreiche Projekte: Katja Miller (18) vom Christian-Gymnasium Herrmannsburg leistete in ihrer Arbeit einen Beitrag zum besseren Verständnis der Vorgänge in Nervensystemen. Dafür simulierte die Schülerin die Funktion dieser Zellen am Computer. Die zweite Siegerarbeit stammt von Daniel Grunwald und Helge Dietert vom Scharnhorstgymnasium in Hildesheim. Die 19-Jährigen entwickelten ein innovatives Computerprogramm. Es gibt nicht nur Zahlenwerte an, sondern auch die entsprechenden Masseinheiten. Dadurch lassen sich Rechenfehler leichter vermeiden.

Mit der Wahrscheinlichkeit von Asteroideneinschlägen auf der Erde befasste sich der Landessieger Raphael Errani (17) vom Gymnasium Athenaeum Stade in Geo- und Raumwissenschaften. In Technik siegte Jan Stietenroth (18) vom Otto-Hahn-Gymnasium Göttingen mit einer selbst konstruierten digitalen Panoramakamera, die sich in der Architekturfotografie nutzen lässt.

Nach den Landesentscheiden im März findet der 42. Bundeswettbewerb vom 17. bis 20. Mai 2007 in Hamburg statt. Das Finale wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der Beiersdorf AG.

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