Die Jugend forscht Landessieger 2007 aus Sachsen stehen fest
Acht junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Sachsen haben sich für den 42. Bundeswettbewerb von Jugend forscht qualifiziert. Die Landessieger 2007 wurden am vergangenen Samstag in Anwesenheit von Kultusminister Steffen Flath in Chemnitz ausgezeichnet. Insgesamt waren 43 Teilnehmer mit 29 Projekten zum Landesentscheid angetreten. Ausrichter waren die Patenunternehmen Siemens AG, BMW AG und AMD Saxony LLC & Co. KG.
02.04.2007 Sachsen Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.Wieland Heim vom Dr.-Wilhelm-André-Gymnasium in Chemnitz siegte im Fachgebiet Biologie. Dem 17-Jährigen gelang es in zweijähriger Forschungsarbeit, sämtliche Brutvogelarten im Botanischen Garten seiner Heimatstadt zu bestimmen. Darüber hinaus zeigte er in seinem Projekt, wie Nistkästen gebaut und eingesetzt werden müssen, um einen optimalen Bruterfolg zu erzielen. Ebenfalls in Biologie erfolgreich war Katharina Fehre. Die 19-Jährige vom Gymnasium Schkeuditz in Markranstädt überprüfte die Wirksamkeit einer bestimmten Antikörpertherapie bei Krebserkrankungen.
Felix Dallmann (18) vom Gymnasium Einsiedel in Chemnitz konnte sich mit der Entwicklung eines neuartigen Zündmittels in der Chemie durchsetzen. Dieses besteht aus Biobrennstoffen und ist daher weitaus umweltfreundlicher als herkömmliche Feueranzünder. Im Fach Geo- und Raumwissenschaften wies Max Frenzel (18) nach, dass die Verwitterungsprozesse von Erzlagerstätten denen von Abraumhalden stark ähneln. Der Schüler des Landesgymnasiums Sankt Afra in Meißen sieht in Halden daher ein alternatives Exkursionsziel für den Schulunterricht, da die Bergwerke in der Regel unzugänglich sind.
In Mathematik/Informatik betrachtete Rico Hader (17) vom Humboldt-Gymnasium in Radeberg die globale Bevölkerungszunahme einmal nicht nur als statistisches Phänomen. Vielmehr präsentierte er ein mathematisches Modell, das Faktoren wie Geburtenrate oder Lebenserwartung berücksichtigt und allgemein als Instrument zur Analyse von Populationen dienen kann. Das Thema Sonnenenergie beschäftigte Steve Kretschmar aus Grünhainichen. Sein Technik-Projekt verfolgte das Ziel, die Effizienz von Solarkollektoren zu verbessern. Der 19-Jährige entwickelte eine kostengünstige Anlage, die die Solarenergie durch Bündelung der Strahlung optimal ausnutzt.
Den Landessieg für die beste interdisziplinäre Arbeit gewannen Stefan Döge (19) und Beatrice Dittes (17) vom Wilhelm-Ostwald-Gymnasium in Leipzig. Die beiden konstruierten einen speziellen Holzgaskocher für den Einsatz in Entwicklungsländern. Dieser ist sehr viel effizienter als offenes Feuer und überzeugt zudem durch einen stark verminderten Schadstoffausstoß.
Nach den Landesentscheiden im März findet der 42. Bundeswettbewerb vom 17. bis 20. Mai 2007 in Hamburg statt. Das Finale wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der Beiersdorf AG.
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