Die Jugend forscht Landessieger 2008 aus Hessen stehen fest

Für den 43. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich elf junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Hessen qualifiziert. Die Landessieger 2008 wurden heute in einer Feierstunde in Darmstadt ausgezeichnet. Insgesamt waren 64 Teilnehmer mit 34 Projekten zum Landesentscheid angetreten, der von der Merck KGaA ausgerichtet wurde.

08.04.2008 Hessen Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.

Im Fachgebiet Arbeitswelt siegten Christian Drischler (18), Torben Friedrich (17) und Lucas Hamann (15) von der Immanuel-Kant-Schule in Rüsselsheim. In ihrem Projekt gingen sie der Frage nach, ob es infolge jahrelanger erhöhter Lärmbelastung bei Musikern zu Einschränkungen des Hörvermögens kommt.

Sebastian Spohner (20) von der Universität Frankfurt und Alexej Grjasnow (19) von der Max-Beckmann-Schule in Frankfurt gelang es, Strom aus Joghurt zu gewinnen. Die Jungforscher fanden heraus, dass Joghurtbakterien, die Glucose abbauen, genug Energie erzeugen, um einen kleinen Propeller zu betreiben. Sie überzeugten die Jury im Fachgebiet Chemie.

Den ersten Preis im Fachgebiet Mathematik/Informatik errang Nils Becker vom Taunusgymnasium Königstein. Anhand eines selbst entwickelten Computerprogramms untersuchte der 17-Jährige die fraktalen Eigenschaften der Mandelbrotmenge, die in der Chaostheorie eine bedeutende Rolle spielt.

Mit der Herstellung von sogenannten Silica-Aerogelen befassten sich Ilian Eilmes (19) von der Albert-Schweitzer-Schule in Kassel sowie Christian Wehrberger (18) und Philipp Nguyen (18) vom Engelsburg Gymnasium Kassel in ihrer preisgekrönten Physik-Arbeit. Darüber hinaus untersuchten sie Anwendungsmöglichkeiten des hochporösen Stoffes im akustischen Bereich.

Matthias Schnaubelt (18) vom Goethe-Gymnasium Bensheim präsentierte einen selbst konstruierten sechsbeinigen Laufroboter. Die Verwendung von Akkus und Funktechnik machen das System äußerst mobil. Bei Bedarf kann der Roboter jedoch auch von einem externen Computer aus überwacht und gesteuert werden. Der Nachwuchswissenschaftler siegte in Technik.

Den Preis für die beste interdisziplinäre Arbeit erhielt Alexander von Lühmann (20). Der Zivildienstleistende aus Kassel zeigte sein selbst gebautes EEG zum Messen von Hirnströmen. Das kompakte, kostengünstige Gerät kann die neuronale Aktivität sowohl visuell als auch akustisch darstellen.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet der 43. Bundeswettbewerb vom 22. bis 25. Mai 2008 in Bremerhaven statt. Das Finale wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und dem diesjährigen Bundespaten, den Unternehmensverbänden im Lande Bremen e. V., der Landesvereinigung der bremischen Arbeitgeberverbände.

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