Ebling: Angebot für "Betreuende Grundschule" wird weiter ausgebaut

Für die Eltern von Grundschulkindern wird es mit Unterstützung des Landes immer häufiger möglich, Familie und Beruf besser miteinander zu vereinbaren. "Das Land fördert im Modell der ,Betreuenden Grundschule´ zum Schuljahr 2006/2007 insgesamt 1.060 Gruppen an 728 Grundschulen landesweit", kündigte Bildungsstaatssekretär Michael Ebling heute an und ergänzte: "Seit dem Schuljahr 2001/2002 hat das Land seine Förderung für die ,Betreuende Grundschule´ damit um mehr als 480.000 Euro auf jetzt rund 1,9 Millionen Euro jährlich gesteigert. Die Zahl der damit geförderten Gruppen ist in fünf Jahren von 822 auf jetzt 1.060 Gruppen geklettert."

18.08.2006 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf werde als ein zentrales Ziel der Bildungs- und Jugendpolitik der Landesregierung vor allem mit dem Kindertagesstätten- Programm "Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an" und mit dem 2001 gestarteten Ganztagsschulprogramm verbessert, betonte Ebling. Der Ausbau der Ganztagsschulen in Angebotsform, deren Zahl auf mittlerweile 360 Schulen der unterschiedlichen Schularten gestiegen sei, solle bis 2011 um nochmals 200 Schulen weiter vorangetrieben werden. Dieser vom Land derzeit mit 60 Millionen Euro im Jahr geförderte Ausbau eröffne Schülerinnen und Schülern die Chance, an vier Tagen pro Woche von 8 bis 16 Uhr kostenlos Unterricht und ein pädagogisches Zusatzangebot wahrzunehmen. Daneben sei aber die "Betreuende Grundschule" ein weiteres Angebot an Eltern, die ihre Kinder über den Unterricht hinaus versorgt sehen wollten.

Grundschülerinnen und Grundschüler würden in der "Betreuenden Grundschule" überwiegend nach dem regulären Unterricht – teilweise aber auch davor – zusätzlich betreut. Das vom Umfang her von Fall zu Fall durchaus unterschiedliche zusätzliche Betreuungsangebot erweitere die in den Grundschulen vor acht Jahren gestartete "Volle Halbtagsschule", die einen festen Zeitrahmen zwischen 8 Uhr und 12 Uhr in den beiden Eingangsklassen sowie 8 Uhr und 13 Uhr in den Klassenstufen 3 und 4 garantiere. Der Bildungsstaatssekretär betonte: "Die Nachfrage der Träger und aus den Kommunen sowie die Resonanz von Seiten der Eltern zeigt deutlich, dass zusätzliche Betreuungsangebote an den Schulen eine gesellschaftliche Nachfrage erfüllen. Dank gebührt auch den Trägern des Angebots der ,Betreuenden Grundschulen´– vorwiegend sind dies Grundschulfördervereine, kirchliche Organisationen und Kommunen, die sich zusätzlich engagieren, um die Gebühren für die Eltern gering zu halten und sozialverträglich zu gestalten."


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