Ehrenamtliche Helfer in Förderschulen erhalten Qualifizierungsangebote
Kultusstaatssekretär Georg Wacker MdL hat am Donnerstag (6. Dezember) in Freiburg den Startschuss für eine Qualifizierungsoffensive ehrenamtlich Aktiver im Bereich der Förderschulen gegeben. Der Regierungsbezirk Südbaden nimmt dabei landesweit eine Vorreiterrolle ein. Zu den neuen Angeboten gehören Materialien zur pädagogischen Arbeit sowie zu den Schülerinnen und Schülern in Förderschulen, der Aufbau eines Infodienstes und die Bereitstellung spezieller Fortbildungskurse.
06.12.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg"Wer die Lernmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler der Förderschulen erweitern möchte, muss auch im außerschulischen Umfeld ansetzen. Wir brauchen Menschen, die ihr Wissen und Können an die Kinder und Jugendlichen weitergeben", sagte der Staatssekretär. Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf seien auf mehr Unterstützung angewiesen. Neben dem schulischen Lernen falle diesen jungen Menschen oft auch die Organisation alltäglicher Aufgaben schwer. Von außerschulischen Partnern könnten die Kinder lernen, wie man eigene Ideen verwirk-licht und Verantwortung übernimmt. "Ich sehe den Einsatz der ehrenamtlich tätigen Personen als Brücke zu einem höheren Maß an Aktivität und Teilhabe lernbehinderter Schülerinnen und Schüler", betonte Wacker.
Weit vor der Einführung des Jugendbegleiterprogramms hätten die Förderschulen in diesem Bereich Entwicklungsarbeiten geleistet und Maßstäbe gesetzt. Heute schon würden 4.500 Stunden wöchentlich von außerschulischen Partnern geleistet. Diese Angebote, eingebracht von ehemaligen Handwerksmeistern, Künstlern, Eltern, der offenen und verbandlichen Jugendarbeit, trügen dazu bei, dass die Schülerinnen und Schüler der Förderschulen außerhalb des Klassenzimmers Leistungen vollbringen, die auch das schulische Lernen begünstigen. Die außerschulischen Partner stünden hier-bei für eine Vielfalt von Formen der Unterstützung und direkten Lernbegleitung. Dazu gehörten zum Beispiel Lesepaten, Hausaufgabenhilfen, Begleitung beim Übergang in den Beruf und Angebote im sportlichen, musischen und kreativen Bereich.
Nähere Informationen zur Qualifizierungsoffensive sind unter folgender Kontakt-adresse zu erhalten: Leitender Regierungsschuldirektor Bernd Haselmann, Regie-rungspräsidium Freiburg, Telefon: 0761 2086119.
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