Realschullehrer

Eindeutige Bevorzugung der Gesamtschulen

Der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte - VNL/VDR sieht in der am gestrigen Dienstag vom rot-grünen Landeskabinett beschlossenen Schulgesetznovelle eine eindeutige Bevorzugung der Gesamtschulen. Gesamtschulen können sich noch immer ihre Schülerinnen und Schüler aussuchen, sofern noch weitere Schulformen im Sekundar-I-Bereich vor Ort existieren.

11.02.2015 Pressemeldung Verband Reale Bildung

"Weder Haupt-, Real- oder Oberschulen noch Gymnasien können sich ihre Schülerinnen und Schüler aussuchen. Die Schulen des gegliederten Schulwesens müssen weiterhin jede Schülerin und jeden Schüler aufnehmen, Gesamtschulen nicht. Das ist keine Gleichbehandlung, sondern eine eindeutige Bevorzugung der Gesamtschulen", stellt Manfred Busch, VNL/VDR-Landesvorsitzender, fest.

Der VNL/VDR befürchtet weiterhin, dass die Gesamtschule als ersetzende Schulform sowohl noch bestehende Real- und Hauptschulen als auch Oberschulen in ihrer Existenz bedrohen wird. "Auch wenn Rot-Grün immer wieder beteuert, keine neue Schulstrukturdebatte anfangen zu wollen, hier wird durch das neue Schulgesetz die Schullandschaft wieder umgekrempelt werden. Wer sein Kind aus gutem Grund nicht zum Gymnasium schicken möchte, muss es dann an einer Gesamtschule anmelden, auch wenn das die Eltern nicht wollen. Von einer Vielfalt der Schullandschaft kann keine Rede mehr sein", so Busch weiter.

Der VNL/VDR kritisiert den Wegfall der Schullaufbahnempfehlung nach Klasse 4. "Freiwillige Beratungsgespräche werden nicht ausreichen, um die weitere optimale Schullaufbahn für die Schülerinnen und Schüler zu finden. Insbesondere wird es für die weiterführenden Schulen zukünftig schwieriger werden, Eltern und ihr Kind ohne Grundschulempfehlung beim Übergang in die Sekundarstufe I zu beraten", so Busch abschließend.

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Verband Reale Bildung

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