Einkommensrunde 2013 – Lehrer sind sauer
"Die fehlende Bereitschaft, das Tarifergebnis 1:1 auf alle Beamten zu übertragen, ist ein Armutszeugnis der Landesregierung", macht Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW, klar. Sie sei eine Missachtung der Arbeit der Lehrkräfte, die Tag für Tag gewissenhaft ihre Arbeit tun. Deswegen hat der VBE eine landesweite Unterschriftenaktion gestartet, mit der Lehrer ihrem Ärger gegenüber der Landesregierung Luft machen können.
30.04.2013 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW"5,6 % für alle" – so die klare Forderung des VBE. "Die Landesregierung fordert von allen Lehrkräften ihren Einsatz ein – vor allem vor dem Hintergrund der Inklusion, die ein breiteres Aufgabenspektrum mit sich bringt. Die Blockadehaltung der Landesregierung ist daher nicht nachvollziehbar – Wertschätzung sieht anders aus ", kommentiert Beckmann die Pläne der Landesregierung, den Tarifabschluss nur bis zur Besoldungsgruppe A10 voll zu übertragen. Die Gruppen A11 und A12 bekommen nur eine Steigerung von 1%, Wer in A13 oder höher eingruppiert ist, geht leer aus.
"So sorgt man nicht dafür, dass der Lehrerberuf für junge Menschen attraktiv ist", sagt Beckmann, "statt dessen führt diese Absicht dazu, dass Stellen, die dringend besetzt werden müssen, weiter unbesetzt bleiben, weil der Anreiz fehlt." Betroffen seien vor allem Schulleitungsstellen, die an Grundschulen z. B. mit A13 dotiert sind und von denen in NRW seit Jahren fast 400 unbesetzt sind. "Dass eine Landesregierung so mit den Lehrern umgeht, ist beschämend", so Beckmann.
Mit der Unterschriftenaktion, die bis nach Pfingsten läuft, will der VBE ein klares Signal setzen: "Wir wollen, dass das Tarifergebnis 1:1 umgesetzt wird. Unsere Forderung ist nicht ungehörig, sondern angemessen", sagt Beckmann. Die Unterschriftenlisten werden im Anschluss an die Landesregierung übergeben. "Wer sich Gerechtigkeit auf die Fahnen geschrieben hat, darf davon bestimmte Gruppen von Beschäftigen nicht ausschließen", fordert Beckmann.
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