Empfehlungen des Landesrechnungshofes:
"Auch für einen Landesrechnungshof reicht es nicht, abstrakte finanzpolitische Rechnungen aufzustellen. Selbst den Kassenprüfern im Landesrechnungshof sollte klar sein, dass eine Rechnung "Haushalt saniert – Jugend verblödet" Schleswig-Holstein nicht voran bringt", äußerte sich Bernd Schauer, Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zum Plädoyer des Landesrechnungshofes, Lehrerstellen im Landeshaushalt einzusparen.
10.10.2006 Schleswig-Holstein Pressemeldung GEW Schleswig-HolsteinUm ihren wachsenden Aufgaben besser gerecht zu werden, bräuchten die Schulen in Schleswig-Holstein nicht weniger sondern erheblich mehr Lehrerstellen. Ansonsten drohe Schleswig-Holstein national und international abgehängt zu werden.
Bildungspolitisch betrachtet, gingen die Empfehlungen des Landesrechnungs-hofes meilenweit an der Realität vorbei, meinte der GEW-Landesgeschäftsführer. "Wenn das Schulsystem wirklich erfolgreich reformiert und die individuelle Förderung der Schüler gestärkt werden soll, müssen wir bei den Lehrerstellen nicht kleckern, sondern richtig ranklotzen." Für den Landesrechnungshof könne es eine lohnenswerte Aufgabe sein, für Vorschläge zur Verbesserung der Einnahmeseite des Landes zu sorgen, um diese Anforderungen zu bewältigen. "Vielleicht kann der Landesrechnungshof ja auch ausrechnen, wie Schweden es schafft, 7,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) für Bildung auszugeben, während es Deutschland bei 4,6 Prozent belässt", schlug Bernd Schauer vor.
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