Entdeckertage an vier Grundschulstandorten für hochbegabte Kinder

Schülerinnen und Schüler der Grundschulen Dr.-Albert-Finck in Neustadt, in Niederbrombach sowie in Brohl und Ellenz-Poltersdorf dürfen im Schuljahr 2007/2008 auf eine spannende Entdeckungsreise durch die Welt des Wissens gehen. Ihre Schulen wurden für das landesweite Modellprojekt "Entdecken und Fördern hochbegabter Kinder in der Grundschule" ausgesucht.

13.02.2007 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

"Diese Schulen haben ein überzeugendes Konzept vorgelegt, wie überdurchschnittlich begabte Mädchen und Jungen gezielt angeregt und in ihrer Entwicklung unterstützt werden können", sagte Doris Ahnen, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur.

Durch neue Formen der Kooperation zwischen Kindertagesstätten und Grundschulen möchte die rheinland-pfälzische Landesregierung Begabungen frühzeitig erkennen und gezielt fördern. Einen wichtigen Beitrag dazu sollen sogenannte "Entdeckertage" an Grundschulen leisten. Dabei werden hochbegabten Kindern in speziellen Projekten Angebote gemacht, die die Interessen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigen und über die obligatorischen Unterrichtsinhalte hinausgehen. Die Themen konzentrieren sich dabei nicht ausschließlich auf kognitive Bereiche. "Bei dem Projekt geht es nicht nur um die Erweiterung fachlichen Wissens, sondern auch um einen Ausbau der methodischen, personalen und sozialen Kompetenz der hochbegabten Kinder", erläuterte Ahnen.

Vorbild für das Modellprojekt ist der "Entdeckertag", den die Grundschule Zweibrücken-Mittelbach seit dem Schuljahr 2004/2005 wöchentlich anbietet. Dort werden derzeit 41 hochbegabte Schülerinnen und Schüler aus dem Einzugsbereich von insgesamt 13 Grundschulen und aus Kindertagesstätten, die diesen Schulen zugeordnet sind, gefördert. Sie beschäftigen sich beispielsweise mit Leonardo da Vinci oder Albert Einstein, erkunden aber auch auf spielerische Weise das Welterbe Oberes Mittelrheintal.

"Auf der Grundlage dieses erfolgreichen Referenz-Projekts möchten wir hochbegabte Kinder in allen Regionen des Landes fördern", teilte die Ministerin mit. Das Angebot von wöchentlichen Entdeckertagen solle ab dem laufenden Schuljahr in drei Schritten – auch wegen der erforderlichen Weiterbildung der Lehrkräfte – auf insgesamt zehn Standorte ausgeweitet werden: auf fünf Grundschulen im Schulaufsichtsbezirk Neustadt/Weinstraße, auf drei Grundschulen im Bezirk Koblenz und zwei Grundschulen im Bezirk Trier.

Nach Ansicht von Ministerin Ahnen bietet das Konzept auch eine Lösung für das von der Forschung immer wieder beschriebene Problem, dass die Förderung hochbegabter Kinder im frühen Alter im gewohnten sozialen Klassenverband von ihren eigentlichen Stammkräften realisiert werden sollte. "Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Entdeckertags nehmen Aufgabenpakete mit in ihre Stammklassen, in denen sie im Unterricht weiterbearbeitet werden. Damit profitiert auch die gesamte reguläre Stammklasse oder auch die Stammgruppe im Kindergarten von diesen fakultativen Angeboten", erläuterte Ahnen.


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