Eröffnung des Zentrums für SCHULKUNST in Stuttgart-Feuerbach

Mit einer Vernissage beginnt am Freitag (21. September) um 14 Uhr die Ausstellung "Papier und Pappe – Drei Künstlerpositionen" im Foyer des Kultusministeriums im Stuttgarter Neuen Schloss. Gezeigt werden Werke von Zbigniew Sałaj aus Krakau, Franklin Pühn aus Heidenheim und Ulrich Veigel aus Schwäbisch Gmünd. Ministerialdirigent Eckhart Seifert begrüßt zur Ausstellung. Die Künstler orientieren sich in ihren Arbeiten am Jahresthema des SCHULKUNST-Programms "Papier und Pappe". Die Ausstellung kann bis 20. November 2007 montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr besichtigt werden.

20.09.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Die Ausstellungsreihe im Rahmen des SCHULKUNST-Programms soll zur Anregung und Fortbildung der Kunsterzieherinnen und Kunsterzieher dienen, aber auch Schülerinnen und Schüler erreichen. Die regelmäßig stattfindenden Ausstellungen im Foyer des Kultusministeriums präsentieren besondere Schülerarbeiten, Projekte aus dem Fachbereich Kunst und aus dem fächerverbindenden Unterricht. Ebenso findet einmal pro Jahr eine Ausstellung mit Werken von Künstlern statt.

Das Programm SCHULKUNST ist Teil des im Jahre 1984 vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport initiierten "Aktionsprogramms zur Förderung der musisch-kulturellen Erziehung an den Schulen des Landes Baden-Württemberg". Es gibt kreative Impulse für den Kunstunterricht und orientiert sich an der Kunst und an den Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern. Durch das Programm können vielfältige Projekte rund um die Kunst in der Schule und mit Jugendlichen unterstützt werden.

Nach der Vernissage im Foyer des Kultusministeriums eröffnen Direktor Edwin Gahai vom Landsinstitut für Schulsport und Eckhart Seifert gemeinsam das Zentrum für SCHULKUNST, Siemensstraße 52 B, in Stuttgart-Feuerbach. Das neue Zentrum bildet neben der konzeptionellen Arbeit der Allgemeinen Koordinierungsgruppe Kunst das planerische und logistische Herzstück des Programms SCHULKUNST. Kunstlehrerinnen und -lehrer organisieren Ausstellungen und erstellen Dokumentationen und Handreichungen.

Anhang: Informationen zu den Künstlern:

Zbigniew Sałaj presst Papierlagen mit Leim zusammen und bearbeitet die Oberfläche mit feinstem Schleifpapier. Dabei erhält sie einen samtartigen Charakter. Sein Material sind Bücher, Prospekte und Telefonbücher. Bleiben sie unverklebt, erhalten die Papierobjekte eine bewegliche Form, die der Betrachter durch Berühren verändern kann. Durch sein spielerisches Tun schafft er neue Formen und nimmt in einer völlig neuen Intensität Kontakt zum Werk auf.

In einer ersten Phase schafft Franklin Pühn mit seinen Papierarbeiten und Reliefs organische Gebilde. Die Modelliermöglichkeiten des Papiers öffnen Pühn neue gestalterische Bereiche: Flüchtige seelische Zustände und Spannungen lassen sich durch Papier intensiver ausdrücken als durch klassische Bildhauermaterialien. In einer zweiten Phase schafft Pühn große, figürliche Plastiken. Sie wirken zerbrechlich und führen dadurch dem Betrachter das Menschsein in seiner Fragilität vor Augen.

Ullrich Veigel geht mit dem Material Papier archaisch um: zunächst reißt er das Papier in eine rechteckige Form, schichtet die Papierlagen und spannt die Schichtungen in Schrauben. So lässt er das Papier in seiner Ursprünglichkeit wirken. Mit seinem "Wikinger-Boot" setzt er, ähnlich Franklin Pühn, Zeichen, die ins Metaphysische reichen und die Tragik menschlichen Lebens vor Augen führen.


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